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DIV Ingenieur-Newsletter




DIV Ingenieur-Newsletter: Ihr persönlicher Themenmix vom 30.09.2009


Dies sind Ihre Themen:


Auftragseingang Juli 2009: Stabilität auf niedrigem Niveau
7 Tipps zum Umgang mit der täglichen E-Mail-Flut (Teil 1)

Vom Instandhaltungsexperten zum Modernisierer
Gesund und leistungsfähig durch optimale Arbeitsbedingungen

Deutsche Unternehmen setzen auf Personalabbau
Checkliste: Auf diese 12 Punkte sollten Sie achten, wenn Sie einen Zulieferbetrieb besuchen

Maschinenrichtlinie: Einbauerklärungen, um unvollständige Maschinen in Verkehr zu bringen
Rückrufmanagement: Neuer Online-Dienst der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAuA



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Managementwissen für Ingenieure & technische Führungskräfte

Michaele Gartz
Liebe Leserin, lieber Leser,

die tägliche Flut an E-Mails wird immer größer. Viele technische Führungskräfte stöhnen schon seit langem darüber, dass sie bereits morgens bei Arbeitsbeginn 50 neue Mails oder mehr in ihrem Posteingang vorfinden. Und da sie nicht wissen, welche Dringlichkeit jede E-Mail hat, müssen sie alle durchsehen. Denn auch die mit einem roten Ausrufezeichen versehenen E-Mails haben selten die Dringlichkeit, die zu vermuten wäre. Doch Sie können etwas gegen diese Stressfalle tun.

Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro hat zu diesem Thema 7 Tipps herausgegeben, die Sie weiter unten nachlesen können. Die Tipps sowie weitere Informationen finden Sie unter www.bgete.de. Viel Erfolg für die Umsetzung.

Ihre
Unterschrift Michaele Gartz

Michaele Gartz
Redakteurin der
"Kompakt-Infos für technische Führungskräfte"


Auftragseingang Juli 2009: Stabilität auf niedrigem Niveau

Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im Juli 2009 um real 43 % unter dem Ergebnis des Vorjahres. Das teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. Das Inlandsgeschäft sank um 41 %. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Minus von 44 % im Vergleich zum Vorjahresniveau. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Mai bis Juli 2009 ergibt sich insgesamt ein Minus von 46 % im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Minus von 43 % und bei den Auslandsaufträgen ein Minus von 47 %.

„Das Minus im Bestelleingang im Juli von 43 % ist für sich gesehen nach wie vor wenig ermutigend“, so VDMA Präsident Dr. Manfred Wittenstein. „Im Vergleich zu den Vormonaten bestätigt sich jedoch unsere Vermutung, dass die Minusraten kleiner werden und wir uns im Kurvenverlauf deren Tiefpunkt nähern. Dieser Prozess verläuft äußerst zäh, und er ist noch nicht eindeutig genug, um klar sagen zu können: Die Talsohle im Maschinenbau ist erreicht. Doch ein Anfang ist gemacht: Textilmaschinen und Fluidtechnik haben - aus völlig verschiedenen Situationen heraus - nach der VDMA Auftragseingangsstatistik offenbar das Schlimmste hinter sich.“

„Wir rechnen damit, dass der deutsche Maschinenbau im kommenden Jahr in Summe das relativ schwache Produktionsniveau des Jahres 2009 in etwa halten kann“, so Wittenstein. „Doch wie im laufenden Jahr müssen wir uns erneut auf eine enorme Spreizung der Fachzweigentwicklungen einstellen.“ Generell gilt, dass sich in vielen Ländern die Konjunktur allmählich fängt. Asien hat eine Vorreiterrolle übernommen. Das lässt sich bereits an den Exporten ablesen: Die deutschen Maschinenlieferungen nach China waren selbst im 1. Halbjahr auf Wachstumskurs geblieben. „Die VR China ist inzwischen unser größter Auslandskunde geworden und hat damit - früher als erwartet - die USA auf den 2. Platz verdrängt“, berichtete Wittenstein.

„Für die Produktion von Maschinen gehen wir daher für 2010 von einem leicht steigenden Kurvenverlauf aus, in den ersten Monaten des Jahres unter Vorjahresniveau, hoffentlich bald dann wieder über dem sehr niedrigen Vorjahresniveau.“
 


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7 Tipps zum Umgang mit der täglichen E-Mail-Flut (Teil 1)

Jeder einzelne Beschäftigte und jeder Betrieb kann etwas gegen die Informationsflut tun, die tagtäglich durch E-Mails ausgelöst wird. Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro hat 7 Tipps für Sie.

Hier die ersten 4:


Tipp 1:
Nutzen Sie die Möglichkeiten Ihres Softwareprogramms
Viele unerwünschte Mitteilungen werden durch einen guten Spamfilter abgefangen. Eigene Ordner und spezielle Such- und Filterfunktionen erleichtern das Sortieren und Archivieren von E-Mails.

Tipp 2: Verbessern Sie die eigene E-Mail-Kultur
Einigen Sie sich auf einen kurzen, prägnanten Informationsstil und schreiben Sie aussagekräftige Betreffzeilen. Vermeiden Sie überflüssige Anhänge. Überdenken Sie, ob jede Mail tatsächlich hohe Priorität hat. Wählen Sie den Kreis der Adressaten sorgfältig aus und schicken sie nicht Kopien an alle, nur um sich „abzusichern“.

Tipp 3: Treffen Sie beim ersten Lesen Entscheidungen
Ist die Sache wichtig oder unwichtig? Ist sie eilig oder hat sie Zeit?
Gehört sie direkt in den Papierkorb?

T
ipp 4: Überprüfen Sie Ihr eigenes Verhalten
Machen Sie sich abhängig vom Informationsfluss? Haben Sie das Gefühl, Sie könnten etwas verpassen? Nicht jede Information, die sich im Netz interessant anhört, ist nützlich. Sind alle Newsletter, die Sie bekommen, tatsächlich sinnvoll für Ihre Arbeit? Bestellen Sie verzichtbare Informationen ab. Auch wenn der Anbieter Ihnen das manchmal nicht ganz einfach macht.


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Instandhaltung

Werner Böcker
Liebe Leserin, lieber Leser,

in der Instandsetzung ging es darum, Anlagen und Maschinen wieder in den Zustand zu versetzen, in dem sie sich vor einer Störung befunden haben. Bei der Instandhaltung lautet das Ziel dagegen, Abweichungen vom Soll-Zustand gar nicht erst zuzulassen.

Aber auch das ist noch nicht die größte Herausforderung an Sie als Leiter der Instandhaltung. Ihr Ziel sollte lauten: Wie kann ich den Zustand meine Anlagen und Maschinen laufend verbessern? 

Ihr
Unterschrift Werner Böcker

Werner Böcker,
Chefredakteur von "Instandhaltung in der Praxis"


Vom Instandhaltungsexperten zum Modernisierer

Das größte Problem mit dem sich die Instandhaltungsbranche herum schlagen muss, ist der Vorwurf der Unproduktivität. So lange alles gut läuft, werfen Sie und Ihre Abteilung lediglich Kosten auf, tritt aber ein Fehler ein, steht schnell der Vorwurf im Raum: „Wie konnte das überhaupt passieren?“.

Das größte Potenzial, was Sie und Ihre Team-Mitglieder vorzuweisen haben, ist die enorme Kenntnis über alle Maschinen und Systeme im Betrieb. Sie kennen die Schwächen und Stärken, Sie wissen, wo ein Prozess am häufigsten hakt und Sie können qualitativ hochwertige von minderwertigen Ersatzteilen und Konstruktionen unterscheiden.

Um dieses Potenzial optimal nutzen zu können, müssen Sie raus aus der passiven Rolle der Instandsetzung hin zum aktiven Modernisierer. Ganz besonders wichtig ist dazu ein enger Kontakt mit den Maschinen- und Anlagenbauern und den zuständigen Servicestellen. Für den Hersteller sind Sie eine sehr wichtige Quelle für mögliche Verbesserungen. Er wird Ihre Vorschläge und Ihre Kritik dankbar annehmen.

Richten Sie dazu regelmäßige Kritikgespräche ein. Das was für die Produktion praktisch selbstverständlich ist, sollte auch für Sie zum Alltag gehören. Es ist eine Aufgabenteilung: die Produktion legt in ihrer Spezifikation fest, was eine Maschine produziert und wie sie es tut. Sie müssen definieren, wie sie das zuverlässig und ohne Störungen tun kann.

Beispiel:
Sie haben mehrere Maschinen mit einem ganz speziellen Feldbussystem zur Fehlerdiagnose im Betrieb. Eine ältere Anlage eines anderen Herstellers verfügt noch nicht über dieses Kommunikationsmodul und arbeitet mit einer eigenen Steuerung. In einem Kritikgespräch sprechen Sie diesen Schwachpunkt an. Da der Hersteller ohnehin eine Diagnoseschnittstelle integrieren wollte, aber noch kein Bussystem gewählt hatte, ist die Chance nun größer, dass er auf den, von Ihnen propagierten Standard aufspringen wird.

Häufig werden ältere Maschinen ausgemustert und durch neue ersetzt, weil die neue Variante mehr Funktionen bietet. Prüfen Sie in diesem Fall, ob die ältere Anlage nicht auch aufgerüstet werden kann. Ein kompletter Ersatz ist häufig die größere Investition. Außerdem müssen die Bediener aber auch Ihr Team neu eingearbeitet werden.

Die Schwächen und Stärken der alten Maschine kannten Sie, bei der neuen stehen Sie zunächst vor Neuland. Für dieses Vorgehen benötigen Sie eine gut geführte Dokumentation, damit Sie die Notwendigkeit einer Verbesserung auch begründen können. Und je früher Sie damit anfangen, desto mehr Zeit haben Sie, um schon im Vorfeld geeignete Lösungen zu finden.


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Was tun Sie als Instandhaltungsleiter, wenn man Sie beim nächsten Maschinenausfall beschuldigt: „Warum wurde die Maschine nicht öfter gewartet“?

Kennen Sie das auch? Wenn es einen Ausfall gibt, sind alle mal wieder schlauer: „Warum ist der Inspektionszyklus denn auch so lang?“ Und Sie als Instandhaltungsleiter stehen mit dem Rücken zur Wand!

Aber wie können Sie im Vorhinein feststellen, ob sich ein System gerade in einer kritischen Phase befindet oder ob es stabil und sicher läuft? Und wie lassen sich Wartungsintervalle optimieren?

Die Nutzer des Informationsdienstes „Instandhaltung in der Praxis“ prüfen das schon heute mit einer neuen Analyse-Technik, die für jedes System passt und leicht zu übernehmen ist. Auch Sie können diese Technik jetzt anwenden … und sich die Arbeit als Instandhaltungsleiter ein ganzes Stück weit leichter machen.

Lassen Sie sich Ihre persönliche GRATIS-Test-Ausgabe von „Instandhaltung in der Praxis“ jetzt sofort kommen! Klicken Sie hier!
 


Gesund und leistungsfähig durch optimale Arbeitsbedingungen

Wenn es darum geht, die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter zu erhalten, gibt es eine große Anzahl an Unfallverhütungsvorschriften, Richtlinien der Berufsgenossenschaften, Auflagen der Arbeitsstättenverordnung etc. Aber all diese Gesetze und Restriktionen zielen im Grunde auf die Vermeidung von Schäden und Nachteilen und nicht so sehr auf die aktive Verbesserung der Gesundheit.

Etablieren Sie in Ihrem Betrieb Schritt für Schritt ein aktives Gesundheitsmanagement, denn gesunde und zufriedene Mitarbeiter leisten mehr und machen weniger Fehler.

Checkliste: Gesundheitsprogramm am Arbeitsplatz
  • Bilden Sie ein Team „Gesundheitsförderung in der Instandhaltung“
  • Stellen Sie Räumlichkeiten mit Sport- und Spielgeräten zur Verfügung, z. B. Tischtennisplatte oder Tischfußball. Nicht nur Bewegung auch Entspannung und Ablenkung ist sehr wichtig.
  • Führen Sie Mitarbeiterbefragungen durch, was gewünscht wird.
  • Bieten Sie in Zusammenarbeit mit einem Arzt Routineuntersuchungen in Ihrem Betrieb an (Hörtests, Blutbild, Vorsorgeuntersuchungen, Lungenfunktion etc.)
  • Laden Sie regelmäßig Referenten der Krankenkassen zu Informationsveranstaltungen ein (Rückenschulen, Atem- und Entspannungstechnik, Gymnastikübungen)
  • Überprüfen Sie den Erfolg und informieren Sie darüber am „Schwarzen Brett“


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Betriebsleitung

Michaele Gartz
Liebe Leserin, lieber Leser,

müssen auch Sie als Betriebsleiter Ihre Projekte immer stärker mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen steuern? Deshalb hätten Sie gern an dem Seminar „Die wichtigsten Kennzahlen für Ihre betriebliche Praxis - BWL für Ingenieure“ teilgenommen, das der DIV-Deutsche Ingenieur Verlag durchgeführt hat?

Auch wenn Sie keine Zeit zur Teilnahme hatten, können Sie vom Wissen des Referenten Dr. Patrick Berend profitieren. Der DIV-Deutscher Ingenieur Verlag stellt Ihnen nämlich ab sofort die Seminarunterlagen zur Verfügung.

Damit erhalten Sie eine Übersicht über die wichtigsten Kennzahlen der BWL anhand von Praxisbeispielen, erfahren, wie Sie als Betriebsleiter eine Balanced Scorecard zur Steuerung nutzen und wie Sie als Nicht-Controller den Service der Controlling-Abteilung nutzen.

Sämtliche Informationen werden ergänzt durch Kalkulationsbeispiele, Schritt für Schritt-Anleitungen und Checklisten. Ihr neu erworbenes Wissen über betriebswirtschaftliche Kennzahlen können Sie sofort umsetzen.

Ihre
Unterschrift Michaele Gartz

Michaele Gartz,
Chefredakteurin von "Betriebsleitung aktuell"
 


Deutsche Unternehmen setzen auf Personalabbau

In der Krise setzen deutsche Unternehmen häufig trotz gegenteiliger Beteuerungen zuerst beim Personal den Rotstift an: 6 von 10 Betrieben sparen bei den Ausgaben für die Mitarbeiter, um Kosten zu senken. Dabei geht es allerdings nicht ausschließlich darum, Personal abzubauen.

Auch durch eine optimierte Arbeitszeitgestaltung oder die Erhöhung der Auslastung können Kostenvorteile erzielt werden. Das ist das Ergebnis der Potenzialanalyse Kostenmanagement, die von Steria Mummert Consulting erstellt wurde.

Das Outsourcing hilft in der Krise Unternehmen ebenfalls, Kosten zu senken. Gut jedes 5. Unternehmen verspricht sich vor allem Kostenvorteile von einer Auslagerung der IT. Rund 35 % der befragten Unternehmen haben mindestens eine Form von Outsourcing bereits umgesetzt. Der Erfolg bestätigt diese Strategie.

So konnten 2/3 der Unternehmen bei Personal- und Verwaltungskosten deutliche Kosteneinsparungen verzeichnen. Weitere wesentliche Vorteile für die Unternehmen: Die Auslagerung ermöglicht eine stärkere Konzentration auf das Kerngeschäft und schafft Transparenz bei den Kosten.
 


Checkliste: Auf diese 12 Punkte sollten Sie achten, wenn Sie einen Zulieferbetrieb besuchen

  1. Ist der äußere Eindruck des Betriebes gut? Oder gibt es Bereiche, die in Ihren Augen kritikwürdig sind?
  2. Ist der Betrieb zertifiziert?
  3. Wirken die Produktionsstätten sauber und aufgeräumt?
  4. Besteht das Unternehmen schon länger? Oder ist es erst kurz auf dem Markt?
  5. Kann der Betrieb Referenzkunden nachweisen?
  6. Besteht die generelle Bereitschaft, zusätzliche Qualitätsmaßnahmen in den Betrieb zu integrieren, falls Sie dieses fordern?
  7. Hat der Betrieb ein Qualitätsmanagement-System?
  8.  Ist die Fertigungskapazität des Kunden hoch?
  9. Ist die momentane Auslastung hoch?
  10. Hat der Lieferant ein Konzept, wie er die zusätzlichen Kapazitäten, die Sie benötigen, produzieren will?
  11. Hat der Betrieb Maßnahmen gegen mögliche Engpässe bei seinen eigenen Lieferanten getroffen?
  12. Gibt es einen Großabnehmer, von dem der Betrieb wirtschaftlich abhängig ist?


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Qualitätsmanagement

Susanne Langer
Liebe Leserin, lieber Leser,

in der bisherigen Maschinenrichtline trug der Hersteller der Gesamtmaschine die Verantwortung für die Sicherheit der Maschine. Das hat zu großer Unsicherheit beim Einkauf von Teilmaschinen geführt. Die neue Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, die am 31.12.2009 in Kraft tritt, fordert vom Hersteller von unvollständigen Maschinen eine Risikobeurteilung, und Dokumente, die den sicheren Zusammenbau und die sichere Benutzung gewährleisten.

Der Rückruf mangelhafter und gefährlicher Produkte ist für jedes Unternehmen eine krisenhafte Herausforderung. Das neue Rückruf-Formular der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) unterstützt Sie als Unternehmen bei der Bewältigung solcher Krisen.

Ihre

Unterschrift Susanne Langer

Susanne Langer
Diplom-Physikerin,
Chefredakteurin von "Der Qualitätsmanagementbeauftragte Produktion"
 


Maschinenrichtlinie: Einbauerklärungen, um unvollständige Maschinen in Verkehr zu bringen

Statt der bisherigen Herstellererklärung formulieren Sie nun eine Einbauerklärung. Darin geben Sie an, welche Gefährdungen von der unvollständigen Maschine ausgehen und wie Sie die Gefährdungen minimiert oder beseitigt haben.  Die Restgefährdungen sind transparent aufgelistet. Mit diesen Angaben ermöglichen Sie es dem Gesamtmaschinenhersteller, eine Risikobeurteilung anzufertigen. Sollten für Ihr Produkt andere Richtlinien wie beispielsweise EMV-Richtlinie oder Druckgeräte Richtlinie gelten, dann erklären Die die Übereinstimmung dazu separat in einer EG-Konformitätserklärung.

Muster: Einbauerklärung für unvollständige Maschinen (EG_RL 2006/42/EG)

Hiermit erklärt der Hersteller  …(Firmenbezeichnung und voll-ständige Anschrift)
dass die unvollständige Maschine ….(Name und Beschreibung ) folgende grundlegende Anforderungen der o. a. Richtlinie einhält
  • … (Auflistung der Anforderungen)
  • dass die technischen Unterlagen nach Anhang VII B erstellt wurden: Übersichtszeichnung, Schaltpläne und Steuerkreise, Detailzeichnung und Übereinstimmung mit den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen, Risikobeurteilung
  • … die Konformität mit folgenden weiteren Richtlinie: ….
  • dass die folgenden harmonisierten Normen angewandt wurden (freiwillig): …
  • dass sonstige technische Spezifikationen/Normen erfüllt wurden (freiwillig): …,.
  • Ich werde ggf. der nationalen Behörde die speziellen Unterlagen übermitteln: (Form der Übermittlung der Unterlagen angeben) (gewerbliche Schutzrechte bleiben davon unberührt)
  • Die Inbetriebnahme ist so lange untersagt, bis ggf. festgestellt wurde, das die Maschine in die o. a. Maschine eingebaut wird, den Bestimmungen der Maschinenrichtlinie entspricht.
  • Name/ Anschrift des Dokumentationsverantwortlichen in der Gemeinschaft.

Ort, Datum, Angaben zum Unterzeichner, Unterschrift.


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Achtung Produkthaftung!

Warum Haftungsrisiken für viele Branchen drastisch zugenommen haben:

Was wäre, wenn in Ihrem Unternehmen fehlerhafte Produkte das Haus verlassen … und anschließend Sie als Qualitätsmanagementbeauftragter mit dem Rücken zur Wand stehen? Das kann leider schneller passieren, als Sie denken, denn:

Die Produkthaftung gilt völlig unabhängig vom Verschulden. So muss Ihr Kunde nicht einmal nachweisen, ob er einen Fehler (zum Beispiel beim Zusammenbau Ihrer Teile) überhaupt hätte bemerken können.

Schützen Sie sich vor teuren und folgenschwere Strafen und langwierigen Prozessen! Mit dem Spezial-Informationsdienst „Der Qualitätsmanagementbeauftragte Produktion“ ziehen Sie alle Register, damit Qualitätsprobleme gar nicht erst auftreten.

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Rückrufmanagement: Neuer Online-Dienst der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAuA

Ab sofort können Sie als Hersteller, Bevollmächtigte und Importeure mit Sitz in Deutschland im Rahmen Ihres betrieblichen Rückrufmanagements die Aufsichtsbehörden über Gefährdungen durch Produkte und Rückrufaktionen unter www.rueckrufe.de informieren. Als zentrale Meldestelle des Bundes für mangelhafte und gefährliche Produkte benachrichtigt die BAuA dabei auch die für die Marktaufsicht zuständigen Behörden in den Bundesländern.

Nach Paragraph 5 Absatz 2 und 3 des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes (GPSG) sind Sie als Hersteller, Bevollmächtigter, Importeur oder Händler dazu verpflichtet, die Marktaufsicht über fehlerhafte Produkte und Gefahren für die Gesundheit und Sicherheit von Anwendern und Verbrauchern zu unterrichten. Die Meldung an die Marktaufsichtsbehörden in Deutschland und darüber hinaus auch in die Vertriebsländer innerhalb und außerhalb der Europäischen Union ist daher ein fester Bestandteil einer professionellen Rückrufplanung.

Im Fall einer Rückrufaktion steht für das Unternehmen viel auf dem Spiel. Dabei geht es nicht nur um rechtliche Folgen oder darum, als verantwortungsbewusster Hersteller möglichst schnell und reibungslos Risiken und Gefahren für Anwender und Verbraucher abzuwenden. Mangelhafte und gefährliche Produkte können auch den guten Ruf eines Unternehmens vernichten.

Professionelles Rückrufmanagement zielt deshalb darauf ab, ein negatives Image zu vermeiden und die wertvollen Beziehungen zu Geschäftspartnern, Investoren und Kunden zu schützen und zu erhalten. Nicht zuletzt müssen Aufwand und Kosten für den Produktrückruf minimiert werden. Das neue Rückruf-Formular der BAuA ist hierfür unverzichtbar.

Mit Hilfe des Formulars können Sie alle wichtigen Informationen und Daten sicher und bequem in einem Meldevorgang an die BAuA übermitteln. Anschließend veröffentlicht die BAuA den vom Hersteller verantworteten Rückruftext in seiner Originalform auf ihrer Internetseite.

Als weiteren Service benachrichtigt die Bundesanstalt die zuständige Marktaufsichtsbehörde, da von dort aus unter Umständen weitere Maßnahmen in die Wege geleitet werden können. Damit können von Rückrufen betroffene Unternehmen davon ausgehen, ihre gesetzliche Meldepflicht erfüllt zu haben. Alle Hersteller verbessern darum ihre Krisenbewältigung, wenn sie die Nutzung des Rückruf-Formulars in den internen Bestimmungen des hauseigenen Rückrufmanagements verbindlich vorsehen.

Weitere Informationen unter www.rueckrufe.de.


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