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DIV Ingenieur-Newsletter




DIV Ingenieur-Newsletter: Ihr persönlicher Themenmix vom 09.09.2009

Dies sind Ihre Themen:


VDI: Ingenieurlücke im Juli bei 31.000
7 Goldene Regeln zum Aufbau erfolgreicher Netzwerke

Neue Produkte verhindern Störungen und Ausfälle
Wie stark sind Sie situativ belastet?

VDE bietet online Stellungnahme zu DIN-VDE-Normentwürfen
6 Tipps für Ihren zukünftigen Umgang mit Fehlentscheidungen

Versteckte Reklamationsquote: So finden Sie  Reklamationen, die nicht im System auftauchen
Walter-Masing-Preis: Besondere Leistung im Qualitätsmanagement wird mit 10.000 Euro honoriert



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Managementwissen für Ingenieure & technische Führungskräfte

Michaele Gartz
Liebe Leserin, lieber Leser,

viele Stellen werden heute über persönliche Beziehungen vergeben. Deshalb sind der Aufbau und die Pflege von Kontakten sehr wichtig, gerade für Sie als technische Führungskraft. Doch Beziehungsnetzwerke funktionieren auf Dauer nur, wenn Sie regelmäßig gepflegt werden. Das heißt: Sie müssen sich um Ihre Netzwerkpartner zunächst bemühen, bevor Sie auf sie überhaupt zurückgreifen können.

Darüber hinaus gibt es einige andere Regeln, die Sie bei Netzwerken unbedingt beachten sollten. Welche das sind, erfahren Sie in unseren 7 Goldenen Regeln weiter unten.

Viel Erfolg für die Umsetzung.


Ihre
Unterschrift Michaele Gartz

Michaele Gartz
Redakteurin der
"Kompakt-Infos für technische Führungskräfte"


VDI: Ingenieurlücke im Juli bei 31.000

Im Juli 2009 lag die Ingenieurlücke bei fast 31.000 Personen. Im Vergleich zum Vormonat entspricht dies einem Rückgang von ca. 12 %. Die Lücke ergibt sich für die einzelnen Berufsordnungen und regionalen Arbeitsmärkte jeweils aus der Differenz des Fachkräftebedarfs und des Fachkräfteangebots.

Die Zahl der arbeitslosen Ingenieure insgesamt lag mit 26.200 weiter auf einem niedrigen Niveau, die Zahl aller offenen Ingenieurstellen sank auf 55.000. „Die Wirtschaftskrise zeigt weiter ihre Auswirkungen auf dem Ingenieurarbeitsmarkt. Die Unternehmen sind deutlich zurückhaltender geworden, was die Stellenausschreibungen betrifft“, erklärte VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. Die größte Lücke gab es in den einzelnen Berufsordnungen nach wie vor mit 14.200 Personen bei den Maschinen- und Fahrzeugbauingenieuren und bei den Elektroingenieuren (knapp 7.700). Regional betrachtet wies Baden-Württemberg mit 6.300 Ingenieuren die größte Lücke auf – gefolgt von Nordrhein-Westfalen (5.700).

Der Ingenieurmonitor des Monats Juli fokussiert das Bundesland Bayern. Hier belief sich die Lücke bei den Maschinen- und Fahrzeugbauingenieuren auf nach wie vor 1.600 Personen. Auch in der Luft- und Raumfahrtindustrie werden Ingenieure gesucht. Diese konjunkturabhängigen Branchen sind jedoch ebenfalls deutlich von den Wirkungen der Wirtschaftskrise betroffen, was zu einer insgesamt rückläufigen Entwicklung der Ingenieurlücke um ca. 12 % auf rund 4.200 Personen führte.

Der „Ingenieurmonitor“ liefert monatlich umfangreiche Daten und Fakten zum Ingenieurarbeitsmarkt und wirft jeweils ein Schlaglicht auf ein Bundesland oder eine Region. Er ist kostenlos erhältlich und kann unter http://www.vdi.de/41790.0.html heruntergeladen oder als Broschüre abonniert werden. Die Zusammenstellung wird vom VDI in Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln angeboten.


7 Goldene Regeln zum Aufbau erfolgreicher Netzwerke

Der Aufbau und die Pflege von Kontakten sind wichtig für das Berufsleben. Doch gerade Netzwerke folgen bestimmten Regeln. Welche das sind, erfahren Sie nachfolgend:

Regel 1:
Netzwerke zu schaffen ist nur langfristig erfolgreich, denn der Aufbau von tragfähigen Beziehungen braucht Zeit.

Regel 2:
Geben ist seliger denn Nehmen. Das steht bereits so in der Bibel, gilt aber auch für Netzwerke. Deshalb gilt: Geben Sie (zunächst) mehr, als Sie zurückbekommen.

Regel 3:
Bedenken Sie bei Gefälligkeiten: Bieten Sie nur die an, die Sie auch einlösen können. Ansonsten könnte es sich eher negativ auf Sie und die Beziehung zu Ihrem Netzwerkpartner auswirken. Sie könnten in den Ruf geraten, unzuverlässig zu sein.

Regel 4:
Die Grundidee eines Netzwerks ist die, dass die Netzwerkpartner auf lange Sicht voneinander profitieren können. Enttäuschen Sie deshalb niemanden, der Ihnen behilflich war. Vermehren Sie stattdessen den Ruf Ihres Netzwerkpartners, indem Sie zuverlässig und loyal sind, denn dadurch gewinnen Sie selbst.

Regel 5:
Netzwerke für seine eigenen Zwecke zu nutzen ist positiv. Doch hüten Sei sich davor, Ihre Netzwerkpartner für Ihre Zwecke zu missbrauchen. Denn damit verlieren Sie schnell Ihren Ruf als zuverlässiger Partner.

Regel 6:
Zeigen Sie sich zuverlässig, vor allem in schwierigen Situationen. Ihr Netzwerkpartner wird es Ihnen später einmal danken.

Regel 7:
Fordern Sie umgekehrt nur das ein, was für Ihren Partner ohne Risiko ist. Verlangen Sie nie etwas, was kaum oder nur unter schwierigsten Umständen zu bewältigen ist.
 

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Instandhaltung

Werner Böcker
Liebe Leserin, lieber Leser,

es müssen nicht immer enorme Summen investiert werden, um den Erfolg Ihrer Instandhaltungsabteilung zu gewährleisten. Häufig sind es gerade die vielen kleinen Schritte und Verbesserungen, die die Verfügbarkeit erhöhen und Ausfälle und Störungen reduzieren.

Dazu gehören auch innovative Produkte, die Ihnen die Arbeit erleichtern und bei einem Austausch zu einer Erhöhung der Zuverlässigkeit führen. Im folgenden Beitrag finden Sie dazu einige hilfreiche Beispiele.


Ihr
Unterschrift Werner Böcker

Werner Böcker,
Chefredakteur von "Instandhaltung in der Praxis"


Neue Produkte verhindern Störungen und Ausfälle

Neuartige Messgeräte, Ersatzteile aus besseren Materialien, Öle mit höheren Standzeiten … mit all diesen Produkten können Sie Ihre Maschinen und Anlagen „instandverbessern“. Besonders wenn ohnehin ein Austausch ansteht, verringern sich die Kosten lediglich auf die Differenz zwischen altem und neuem Produkt.

Machen Sie Heizleitungen im Boden sichtbar


Bei Reparaturarbeiten werden immer wieder Leitungen im Boden oder den Wänden beschädigt. Heizleitungen aus Kunststoff sind besonders gefährdet, weil sie mit herkömmlichen Metallortungsgeräten nicht gefunden werden. Hier hilft eine neue Folie mit dem Namen „HS-Monitor“ (www.flo-ir.ch). Sie legen die Folie auf die zu untersuchende Stelle und je nach Temperatur im Boden verfärbt sich der HS-Monitor. Auf diese Weise lassen sich auch Lecks und partielle Überlastungen in elektrischen Leitungen auffinden, denn die Wirkung ist vollkommen unabhängig vom Material. Die Folien gibt es in den Temperaturbereichen 20 bis 25 °C und 26 bis 30 °C.

Funkenfreie Rohrleitungsanschlüsse für den Ex-Bereich


Die Anschlüsse von Potenzialausgleichsleitungen müssen in explosionsgefährdeten Bereichen besonders sorgfältig ausgeführt werden. Entweder werden sie verschweißt, oder es kommen Gewindebuchsen zum Einsatz. Nachträglich ist das nur schwer zu realisieren. Auch wenn die vorhandenen Anschlüsse defekt waren, tat sich die Instandhaltung bisher schwer, den Fehler zu beheben. Nun gibt es Bandrohrschellen, die wie eine gewöhnliche Rohrschelle verlegt wird und trotzdem eine funkenfreie Entladung von Überspannungen bis 50 kV gewährleistet (www.dehn.de). Dadurch wird selbst eine Blitzableitung im Ex-Bereich gefahrlos möglich.

Bei der nachträglichen Instandhaltung von Potenzialausgleichsnetzen entfallen sämtliche Bohr-, Gewindeschneid- oder Schweißarbeiten. Ein weiterer Vorteil: Die Anlagen können während der Arbeiten weiterbetrieben werden.

Die Schellen sind für unterschiedlichen Rohrdurchmesser mit verschiedenen Anschlussmöglichkeiten für Flachband oder Kabelschuhe erhältlich.
  
Dichtringe mit neuen Fähigkeiten

Das Hauptproblem beim Einsatz von Radialdichtringen ist die Abnutzung der Dichtlippe, wodurch es zu Undichtigkeiten kommt. Eine Lösung für hochgradige Beanspruchungen sind Tecoflonringe (www.sauer-kugellager.de). Das Material besteht aus PTFE (Polytetrafluorethylen), umgangssprachlich auch als Teflon bekannt, und PTFE-Compound-Materialien.

Die Vorteile dieser neuen Dichtringe gegenüber herkömmlichen Bauteilen sind:

  • höhere Druckstabilität,
  • gleichmäßige Produkteigenschaften bei sehr hohen und sehr niedrigen Temperaturen,
  • geringer Abrieb auch bei fehlerhafter oder fehlender Schmierung,
  • Resistenz gegen aggressive Chemikalien z. B. bei der Reinigung,
  • Ermöglichung hoher Umdrehungsgeschwindigkeiten und
  • Einsatzfähigkeit in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie.  


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Nagen diese heimlichen Renditekiller an Ihrem Firmengewinn?

Mit dem neuen Praxis-Check „Kosten senken und steuern“ stellen Sie alle Bereiche in Ihrem Unternehmen auf dem Prüfstand:
  • Haben Sie die Fixkosten im Griff?
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  • Was Ihre Mitarbeiter zur Kostensenkung beitragen können.
  • Wie Sie mit einer Schwachstellen-Analyse versteckten Kosten auf die Spur kommen.
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Wie stark sind Sie situativ belastet?

Die Arbeitsleistung, die Sie aber auch Ihre Mitarbeiter erbringen können, hängt in hohem Maße von den so genannten „situativen“ Umständen ab. Darunter verstehen wir die äußeren Begebenheiten, also die Arbeitssituation. Lärm, Geruch, schlechte Beleuchtung, die Gespräche anderer Mitarbeiter, etc. alles das lenkt uns ab und unterbricht bzw. beeinträchtigt die bisherige Tätigkeit.

Führen Sie den folgenden Selbsttest durch und erkennen Sie, in welchem Maß Sie situativen Faktoren ausgesetzt sind.

0 = überhaupt nicht
1
= gering
2
= hoher Einfluss
3
= sehr hoch, täglich oder immer

Art des Einflusses   
Bewertung
Sind Sie bei Ihrer Arbeit Störungen von außen wie Lärm, Erschütterung etc. ausgesetzt?   
Werden Sie durch Besprechungen, Telefonate, Besuche etc. gestört?
Sind Sie in Ihrer Arbeit von Informationen anderer abhängig?  
…von Entscheidungen anderer abhängig?   
…von Vorarbeiten anderer abhängig?   
…von der Mitwirkung anderer abhängig?
Kommen Sie unter Druck, weil Arbeitsspitzen auftreten?   
…weil unvorhergesehene Arbeiten auf Sie zukommen?   
… weil anfallende Arbeiten unverzüglich auszuführen sind?   
Wird Ihre Arbeit dadurch beeinträchtigt, das Sie sich an strikte Organisationsvorgaben halten müssen?   
Fehlen Ihnen für die Ausführung Ihrer Tätigkeit wichtige Arbeitsmittel?   
Gesamtpunktzahl:   


Auswertung:
0-11 Punkte: Sie sind nur in geringem Maß von situativen Einflüssen abhängig. Sie können optimal planen und sind in der Lage, ein Höchstmaß an Leistung zu erbringen.

11-22 Punkte:
Schauen Sie sich die einzelnen Punkte an, die Sie mit mind. „2“ bewertet haben und überlegen Sie sich wie Sie die vorliegenden Einflüsse verringern können.

22-33 Punkte:
Sie müssen sich unbedingt Gedanken über Ihr Arbeitsumfeld machen. So werden Sie zumindest auf Dauer keine hohe Leistung erbringen können. Suchen Sie zuerst die Punkte, auf die Sie selbst einen Einfluss haben und überlegen Sie sich mögliche Verbesserungen. Sie sollten vor allem andere Räumlichkeiten in Erwägung ziehen.


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Betriebsleitung

Michaele Gartz
Liebe Leserin, lieber Leser,

Fehler gehören zum Arbeitsleben dazu. In vielen Fällen haben sie jedoch so gut wie gar keine Auswirkungen. Meisten fallen sie nicht einmal auf. Anders verhält es sich dagegen, wenn Sie durch eine technische Fehlentscheidung Ihrem Betrieb Kosten verursacht haben. Auch wenn es wesentlich einfacher wäre: Die Verantwortung für den Fehler einem Ihrer Mitarbeiter zuzuschieben ist der falsche Weg. Denn dieses Verhalten würde ein schlechtes Licht auf Ihre Führungsqualitäten als Betriebsleiter werfen und Sie zukünftig unglaubwürdig machen.

Wie Sie sich stattdessen richtig verhalten, erfahren Sie in unseren 6 Tipps weiter unten.
Viel Erfolg für die Umsetzung.

Ihre
Unterschrift Michaele Gartz

Michaele Gartz,
Chefredakteurin von "Betriebsleitung aktuell"
 


VDE bietet online Stellungnahme zu DIN-VDE-Normentwürfen

Ab sofort stehen DIN-VDE-Normentwürfe zur Kommentierung im Internet unter www.normenbibliothek.de bereit. Mit einem neuen Internetportal bietet der VDE Verlag Normanwendern die Möglichkeit, alle neu erscheinenden Entwürfe zu DIN-VDE-Normen bis zum Ende der Einspruchsfrist online zu kommentieren.

„Die Stellungnahmen werden automatisch an das zuständige DKE-Referat übermittelt und dort in die üblichen Einspruchsberatungen einbezogen“, erklärt Dr.-Ing. Bernhard Thies, Sprecher der Geschäftsführung der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik, den neuen Service. „Das Portal ist ein neuer Service, der dazu beitragen soll, kleinen und mittleren Unternehmen die Teilnahme an der Normungsarbeit zu erleichtern. Zudem unterstützt das neue Werkzeug die Experten der DKE-Arbeitsgremien bei der Erarbeitung der Norminhalte“, so Thies weiter.

Unter www.normenbibliothek.de erhalten Normanwender nach einer kostenlosen Registrierung vollständigen Zugriff zur Kommentierung auf die DIN-VDE-Normentwürfe. Verfügbar sind alle Entwürfe mit VDE-Klassifikation, die seit dem 01.07.2009 erschienen sind. Wöchentlich wird das Portal um die neu erscheinenden Dokumente ergänzt, die dann zu einer Stellungnahme bis zum Ende der Einspruchsfrist bereitstehen.


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Achtung Qualitätsmanager! Mit dieser Spezial-Strategie machen Sie sich unersetzlich:

Haben Sie als Qualitätsmanagement-Beauftragter auch manchmal mit skeptischen Bemerkungen zu kämpfen: „Was macht der denn überhaupt?“ oder „Durch den wird doch kein Stück mehr produziert!“

Dass in Wirklichkeit Sie erst eine totale Kundenzufriedenheit möglich machen … und Produkte sperren, die den Standards nicht genügen ... all das wird leider oft übersehen. Zu Unrecht!

Doch Sie können aktiv gegensteuern: Das Praxis-Know-How dazu liefert Ihnen Monat für Monat neu der Spezial-Management-Ratgeber „Der Qualitätsmanagementbeauftragte Produktion“. Eine Kennenlern-Ausgabe liegt jetzt GRATIS für Sie bereit.

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6 Tipps für Ihren zukünftigen Umgang mit Fehlentscheidungen

Niemand ist sicher vor Fehlentscheidungen. Andere dafür verantwortlich zu machen oder sie sogar zu verheimlichen, untergräbt auf jeden Fall Ihre Autorität als Betriebsleiter. Bekennen Sie sich deshalb zu Ihrer rückblickend falschen Entscheidung und werden Sie selbst aktiv. Unsere 6 Tipps helfen Ihnen dabei:

Tipp 1: Warten Sie nicht, bis jemand anders Sie auf den Fehler anspricht
Sobald Sie Kenntnis von Ihrer Fehlentscheidung haben, informieren Sie die davon betroffenen Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeiter.

Tipp 2: Überlegen Sie, wie es zu der Fehlentscheidung kommen konnte
Hat es eine Lücke in der Entscheidungskette gegeben? Haben Sie einen wichtigen Punkt übersehen? Hat einer Ihrer Mitarbeiter einen Fehler gemacht?

Tipp 3: Analysieren Sie, welche Auswirkungen die Fehlentscheidung hat

Welche (finanziellen) Konsequenzen wird sie verursachen? Welche Korrekturen sind noch möglich? Wer muss in Kenntnis gesetzt werden?

Tipp 4: Entschuldigen Sie sich bei den Betroffenen
Sichern Sie zu, dass Sie alles daran setzen werden, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.

Tipp 5: Stehen Sie zu Ihrer Fehlentscheidung
Versuchen Sie nicht, die Entscheidung im Nachhinein zu beschönigen.

Tipp 6: Lernen Sie für die Zukunft daraus
Was immer die Fehlentscheidung verursacht hat: Sie sollten daraus Konsequenzen ziehen.


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Qualitätsmanagement

Susanne Langer
Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn Sie die Mitarbeiter erst einmal dafür sensibilisiert haben, dass Reklamationen schnelle und unbürokratische Schritte erfordern, dann kann es passieren, dass sie das Kundenanliegen direkt mit den Kunden  abstimmen.

Sicher ist es besser, schnell eine Lösung für den Reklamanten zu finden, als lange Bürokratiewege zu gehen. Machen Sie Ihre Kollegen  trotzdem darauf aufmerksam, dass dieses Verhalten bei externen Audits zu erheblichen Schwierigkeiten führen kann, denn Sie sind mit dem QM nicht konform. Mit diesen Tipps spüren Sie die verdeckte Reklamationsquote auf – sonst tut es der Auditor.

Sicher: QM ist Teamsache, aber Sie als Qualitätsmanager sind in der Regel der Initiator zahlreicher Verbesserungskonzepte.

Um diese persönliche  Leistung zu würdigen, hat die Deutsche Gesellschaft für Qualität den Walter-Masing-Preis ausgeschrieben. Es  ist die einzige Auszeichnung, die sich im deutschen Qualitätsmanagement an eine Person richtet. Sie können bis zum 30. Oktober Ihr Konzept einreichen.

Eine Woche ohne Reklamationen wünscht Ihnen

Ihre

Unterschrift Susanne Langer

Susanne Langer
Diplom-Physikerin,
Chefredakteurin von "Der Qualitätsmanagementbeauftragte Produktion"
 


Versteckte Reklamationsquote: So finden Sie  Reklamationen, die nicht im System auftauchen

Ziel des QM ist nicht nur der zufriedene Einzelkunde sondern eine kontinuierliche Verbesserung. Mitarbeiter, die das offizielle Reklamationsverfahren nicht einhalten, verhindern die erforderlichen Maßnahmen zur Reduzierung zukünftiger Fehler, wie beispielsweise
  • Sperrung von fehlerhaften Teilen,
  • Überprüfung von weiteren Teilen aus der selben Charge,
  • Informationen an bereits belieferte Kunden,
  • Prüfung der Zufriedenheit des Reklamanten nach einem festgelegten Verfahren
  • Reklamation von fehlerhaften Teilen bei eigenen Lieferanten,
  • Ursachenanalyse und Verbesserung der Prozesse.

Daher prüfen Auditoren in der Regel genau, wo Hinweise auf versteckte Reklamationsbearbeitungen zu finden sind. Die folgenden Tipps schützen Sie im Falle eines externen Audits:

Tipp 1:  Prüfen Sie die Gutschriften


Rückerstattungen auf Grund von Reklamationen werden von Mitarbeitern intern schnell als „Falschbestellung des Kunden“ bezeichnet. Doch wenn Sie sich die Mühe machen, die Gutschriftentexte auf den Überweisungen  des letzten Jahres durchzugehen, werden Sie oft andere Begründungen finden, denn diese Gutschriftentexte werden ja direkt vom Kunden gelesen.

Daher sehen Sie dort auch die vom Kunden geäußerten Beschwerden, wie beispielsweise verspätete oder unvollständige Lieferung. Der Aufwand lohnt sich. Sie beweisen, dass Sie Beschwerden ernst nehmen und auf den Grund gehen.

Tipp 2: Speditionsrechnungen weisen auf Mehrfachbelieferungen hin

Gibt es zu einem Auftrag mehrere Speditionsvorgänge, dann sehen Auditoren darin auch einen Hinweis auf mögliche Ersatzlieferungen aufgrund einer Reklamation. Prüfen Sie, ob Ihr System eine solche Zuordnung von Aufträgen und den zugehörigen Auslieferungsaufträgen vorsieht.

Tipp 3: Eigene Reklamationen bei Lieferanten untersuchen

Gehen Sie die Reklamationen Ihres Unternehmens bei Lieferanten durch:
Welcher Schriftverkehr weist auf Mängel hin, die möglicherweise bei Ihren Kunden entdeckt wurden? 
Welche Rücklieferungen oder Preisnachlässe sind registriert?

Die Chance, dass Sie hier auch indirekt Reklamationen Ihrer Kunden entdecken, ist ziemlich hoch.


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Als Betriebsleiter müssen Sie nicht nur wissen, wie Sie Ihren Betrieb optimal führen und organisieren.

Daneben müssen Sie sich auch noch auskennen bei
  • Gesundheitsschutz
  • Arbeitssicherheit
  • Unfallverhütung
  • Umweltschutz
In allen Punkten geht es um die Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und Anordnungen. Verstöße dagegen können mit Geldstrafen geahndet werden. Außerdem können verschärfte Kontrollen die Folgen sein. Das führt nicht nur zu höheren Kosten, sondern bringt auch Unruhe in den Betrieb. Dinge, für die Sie verantwortlich sind. Und deshalb nicht gut für die Karriere sind.

Informieren Sie sich über die jeweils neuesten Änderungen der jeweiligen Gesetze und Verordnungen.

Wo? In „Betriebsleitung aktuell“.

Dort erfahren Sie alles und zwar nicht in Juristen-Deutsch, sondern leicht verständlich.
Wollen Sie sich überzeugen? Fordern Sie ein kostenloses Ansichtsexemplar an!

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Walter-Masing-Preis: Besondere Leistung im Qualitätsmanagement wird mit 10.000 Euro honoriert

Eine besondere Leistung im Qualitätsmanagement honoriert die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) mit 10.000 Euro. Damit will die Organisation sowohl junge Mitglieder als auch alle im deutschen Qualitätsmanagement tätigen Experten motivieren, neue Ideen und Erkenntnisse auf dem Gebiet des Qualitätsmanagements zu entwickeln. „Wir fördern persönliche Spitzenleistungen in allen Bereichen der Qualitätsthematik und unterstützen deren Verbreitung“, sagt dazu der Vorsitzende des Kuratoriums Professor Günter Hertel.

Manager, Berater, Beauftragte und Wissenschaftler, die im Qualitätsmanagement eine herausragende Leistung erbracht haben, können ihre Dokumentationen bis zum 30. Oktober 2009 bei der DGQ einreichen.

Die Arbeiten sollten einen Umfang von 30 Seiten haben, eigens für diesen Wettbewerb verfasst sein und ein Thema aus dem Gesamtbereich des Qualitätsmanagements behandeln. Die Ausarbeitung kann eine selbständige Forschungs- und Entwicklungsarbeit sein oder eine praktische Lösung darstellen.

Teilnehmen können einzelne Personen sowie interdisziplinäre Teams. Für die von einer Jury bewerteten eingereichten Arbeiten gelten Kriterien wie Originalität, Bedeutung für Praxis oder Forschung und Lehre, Behandlung des Themas sowie die Darstellung und Form der Arbeit.

Mit den eingereichten Untersuchungen bewerben sich die Teilnehmer um den nach dem verstorbenen DGQ-Ehrenvorsitzenden benannten Walter-Masing-Preis. Masing, den das Manager Magazin einst als „Nestor des deutschen Qualitätsmanagements“ bezeichnete, war 1952 einer der Gründer der DGQ und deren langjähriger Vorsitzender. Der im April 2010 vergebene Preis ist die einzige Auszeichnung, die sich im deutschen Qualitätsmanagement an eine Person richtet.

Die Verleihung findet während der DGQ-Fachtagung am 28. und 29. April 2010 in Köln statt. Nähere Details gehen aus der Richtlinie hervor, die in der DGQ-Geschäftsstelle angefordert werden kann.

Kontakt: DGQ, Abteilung Forschung und Wissen,
Dr. Konstantin Petridis,
August-Schanz-Str. 21 A,
60433 Frankfurt,
Tel. 069/ 9 54 24-167,
Fax: 069/ 9 54 24-285,
E-Mail: pe@dgq.de,
Internet: www.walter-masing-preis.de


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