VNR Newsletter
DIV Ingenieur-Newsletter




DIV Ingenieur-Newsletter: Ihr persönlicher Themenmix vom 7.10.2009


Dies sind Ihre Themen:


Aktueller Ingenieurmonitor: Im August fehlen 27.000 Fachkräfte
7 Tipps zum Umgang mit der täglichen E-Mail-Flut (Teil 2)

Instandhaltung als wichtiger Bestandteil des Qualitätsmanagements
Richtig Fragen, richtig zuhören

Global Harmonisiertes System: Poster informiert über neue Einstufung und Kennzeichnung
Checkliste: So entwickeln Sie eine Zukunftsversion für Ihre Produkte und Dienstleistungen  

Kundenanforderungen in 4 Schritten richtig erfassen und umsetzen
Produktpiraterie im Anlagenbau: So schützen Sie die integrierte Software



Nach oben

Managementwissen für Ingenieure & technische Führungskräfte

Michaele Gartz
Liebe Leserin, lieber Leser,

müssen auch Sie als Ingenieur oder technische Fachkraft Ihre Projekte immer stärker mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen steuern? Deshalb hätten Sie gern an dem Seminar „Die wichtigsten Kennzahlen für Ihre betriebliche Praxis - BWL für Ingenieure“ teilgenommen, das der DIV-Deutsche Ingenieur Verlag durchgeführt hat? Auch wenn Sie keine Zeit zur Teilnahme hatten, können Sie vom Wissen des Referenten Dr. Patrick Berend profitieren. Der DIV-Deutscher Ingenieur Verlag stellt Ihnen nämlich ab sofort die Seminarunterlagen zur Verfügung.

Damit erhalten Sie eine Übersicht über die wichtigsten Kennzahlen der BWL anhand von Praxisbeispielen, erfahren, wie Sie als Führungskraft eine Balanced Scorecard zur Steuerung nutzen und wie Sie als Nicht-Controller den Service der Controlling-Abteilung nutzen.

Sämtliche Informationen werden ergänzt durch Kalkulationsbeispiele, Schritt für Schritt-Anleitungen und Checklisten. Ihr neu erworbenes Wissen über betriebswirtschaftliche Kennzahlen können Sie sofort umsetzen. Der Preis beträgt 349,00 € inklusive MwSt. und Versandkosten.

Ihre
Unterschrift Michaele Gartz

Michaele Gartz
Redakteurin der
"Kompakt-Infos für technische Führungskräfte"


Aktueller Ingenieurmonitor: Im August fehlen 27.000 Fachkräfte

Die Ingenieurlücke belief sich im August 2009 nach aktuellen Zahlen des VDI in Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln auf 27.000 – rund 11 % weniger als im Vormonat. Obwohl die Finanzkrise auch den Ingenieurarbeitsmarkt erfasst hat, zeigen sich in einigen Bereichen noch deutliche Lücken – ein großer Bedarf ist deutschlandweit nach wie vor bei Maschinen- und Fahrzeugbauingenieuren zu beobachten. Am stärksten ausgeprägt ist die Fachkräftelücke in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Ein geringer Anstieg der Zahl arbeitsloser Ingenieure um 2,6 % ist derzeit zu verzeichnen. Das Stellenangebot hat sich im Beobachtungsmonat August von 55.000 auf 52.000 verringert. „Dennoch wirkt sich die Wirtschaftskrise nicht so dramatisch auf den Arbeitsmarkt aus wie in den 90er Jahren. Selbstverständlich stellt sie auch Ingenieure auf die Probe. Allerdings geben die neuen Konjunkturdaten Anlass zur Hoffnung, dass es bald aufwärts geht und wieder mehr Ingenieure gesucht werden“, so VDI-Direktor Willi Fuchs.

Der Ingenieurmonitor ist kostenlos erhältlich und kann online unter www.vdi.de/ingenieurmonitor heruntergeladen oder als Broschüre abonniert werden.




7 Tipps zum Umgang mit der täglichen E-Mail-Flut (Teil 2)

Jeder einzelne Beschäftigte kann etwas gegen die Informationsflut tun, die tagtäglich durch E-Mails ausgelöst wird. Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro hat 3 weitere Tipps für Sie. Alle Tipps sowie weitere Informationen finden Sie unter www.bgete.de.

Tipp 5: Suchen Sie das Gespräch mit Kollegen
Manches Problem lässt sich von Angesicht zu Angesicht viel einfacher lösen als durch mehrfachen E-Mail-Austausch.

Tipp 6: Schaffen Sie sich eine „ruhige Stunde“
Nehmen Sie sich bewusst Zeit für Konzentration, blenden Sie möglichst alle Störfaktoren aus. Gönnen Sie sich den Luxus, in dieser Zeit das Postfach zu ignorieren und eine begrenzte Zeit an nur einer Sache zu arbeiten. Auch wenn sie in einer Sitzung säßen, wären sie gerade nicht erreichbar.

Tipp 7: Legen Sie Pausen ein
In Ihrem Zeitplan sollten Sie berücksichtigen, dass nicht alles reibungslos planbar ist. Bauen Sie deshalb Zeitpuffer in Ihren Terminplan ein, um auf Unvorhergesehenes reagieren zu können.
 


Nach oben

Instandhaltung

Werner Böcker
Liebe Leserin, lieber Leser,

im Bereich der Instandhaltung standen bislang vor allem die Ausfallzeiten, also die Quantität der Produktion im Mittelpunkt der Betrachtung. Die Anlagen- und Maschinenzustände haben aber auch einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität der Fertigung.

Diese Erkenntnis erzwingt eine Integration der Instandhaltung in das Qualitätsmanagement mit allen Konsequenzen. Was das für Sie als Leiter der Instandhaltung bedeutet, beschreibt der folgende Beitrag.

Ihr
Unterschrift Werner Böcker

Werner Böcker,
Chefredakteur von "Instandhaltung in der Praxis"


Instandhaltung als wichtiger Bestandteil des Qualitätsmanagements

Instandhaltung bedeutet, die technische Infrastruktur in einem definierten Zustand zu erhalten. Wenn Sie sich die Definition für Qualität anschauen, finden Sie eine nahezu wortgleiche Formulierung. Ihr Job hat also schon per Definition sehr viel mit Qualität zu tun.

Jedes System beginnt in einem optimalen Arbeitsbereich und sinkt dann mit der Zeit leistungsmäßig ab. Nach Erreichen oder Überschreiten einer bestimmten Grenze, greift ein Instandsetzungs- oder Wartungsprozess, der den Anfangszustand möglichst wiederherstellt. Dieser Verlauf ähnelt einer Sägezahnkurve. Häufig wird dabei aber nur der reine Maschinenzustand betrachtet und nicht sein Einfluss auf die Qualität der Produktion.

Beispiel: Bei der elektrischen Versorgung treten immer Spannungsschwanungen auf. Das Ziel der Instandhaltung ist erreicht, wenn die Ober- und Untergrenzen nicht überschritten werden. Trotzdem kann es bei einem bestimmten Prozess zu Qualitätseinbußen kommen, wenn die Spannung nicht nahezu konstant gehalten wird. Obwohl es also nicht zu einem Instandsetzungsfall kommt, hat der Zustand der Anlage einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität.  

Für Sie bedeutet das, dass Sie die Toleranzgrenzen der einzelnen Prozesse viel feiner rastern müssen. Was in einem Fall noch zumutbar ist, kann in einer anderen Anwendung schon zu negativen Auswirkungen führen. Auf der anderen Seite können Sie die Grenzen in einigen Bereichen aber auch durchaus ausweiten, wenn der Einfluss auf die Produktionsqualität und -quantität von geringerer Bedeutung ist. Sie müssen genau ergründen, welche Kenngrößen welchen Einfluss auf die Fertigung haben. Diese Ergebnisse müssen Sie genauestens dokumentieren, denn nur so ist es möglich, den Erfolg oder Misserfolg der von Ihnen durchgeführten Maßnahmen vergleichen zu können.

Der wichtigste Schritt ist aber eine vernetzte Zusammenarbeit zwischen Konstruktion, Produktion und Instandhaltung. Die wichtigsten Einflussparameter können Sie nur gemeinsam ermitteln und definieren. Die Konstruktion weiß, wo die neuralgischen Stellen sind, die Produktion weiß, wie mit ihnen in der Fertigung umzugehen ist und Sie haben das Know-how, um die Maschinen und Anlagen in dem Zustand zu halten, der für diese Anforderungen notwendig ist.


Anzeige


Wichtig zu wissen: Kennen Sie als Instandhaltungsleiter diese neuen Trends und Entwicklungen?
  • "Dominoeffekt“ verhindern: Irgendwo im Betrieb fällt eine Anlage aus … und alle Folgeprozesse kommen zum Stillstand. Mit welcher neuen Organisations-Technik Sie diesen Super-GAU weitgehend verhindern
  • So entwickeln Sie selbst ein FMEA-Programm (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse) einfach und schnell auf Excel-Basis – und sparen eine Menge Geld für teuer eingekaufte Software
  • Total Productive Maintenance (TPM): wie Sie mit autonomer Instandhaltung dafür sorgen, dass jeder Mitarbeiter seine Maschine selbstständig in einem guten Zustand hält
  • In welchen Bereichen Ihnen heute schon RFID-Chips bei Lagerhaltung und Ersatzteil-Nachverfolgung deutliche Vorteile bringen
  • Neue Relais mit bis zu 15 Kontaktstellen senken Ihren Instandhaltungsaufwand: in welchen Fällen Sie mit Relais die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit deutlich steigern
Mit diesen Trends gestalten Sie Ihre Verfahrensabläufe als Instandhaltungsleiter noch effizienter. Darüber hält Sie der Spezial-Informationsdienst „Instandhaltung in der Praxis“ regelmäßig auf dem Laufenden.

Klicken Sie hier für Ihr persönliches GRATIS-Exemplar!


Richtig Fragen, richtig zuhören

Es gibt 2 Gründe, um ein Gespräch zu führen:
  • Sie wollen etwas mitteilen, z. B. eine Arbeitsanweisung
  • Sie wollen etwas in Erfahrung bringen.
Aber selbst wenn Ihr Anliegen zur ersten Gruppe gehört, helfen Ihnen die richtigen Fragen auch hier weiter, denn Sie können damit die Aufmerksamkeit für das Gespräch öffnen und feststellen, ob Ihre Informationen auch richtig rüber gekommen sind. Aber wenn Sie fragen, müssen Sie auch zuhören.

Situation: Sie wollen einen Mitarbeiter darauf hinweisen, dass er wiederholt einen Fehler gemacht hat.

1. Variante:
„Sie haben doch schon wieder länger mit der Reparatur gebraucht als…“
Wirkung: Der Mitarbeiter fühlt sich angegriffen, geht in die Defensive und versucht, sein Verhalten zu verteidigen.“
2. Variante: „Sie haben die Förderpumpe nun das 3. Mal repariert, sind Sie mit Ihrer Leistung zufrieden?“
Wirkung: Der Mitarbeiter muss selbst über sein Verhalten nachdenken, ihm wird auffallen, dass er langsamer ist und versuchen selbst Gründe dafür zu finden. Das Gespräch bleibt auf einer sachlichen Ebene. Vorausgesetzt, Sie hören objektiv zu.

Mit Fragen können Sie ...
  • Den Gesprächspartner aktiv mit einbeziehen- Was meinen Sie, warum sich die Ausfallzeiten erhöht haben?   
  • Das Gespräch lenken- Aber wie könnte eine konkrete Lösung aussehen?   
  • Zum Thema zurückführen- Wie könnte sich das auf unser Problem auswirken?   
  • Einseitiges Denken durchbrechen und Denkanstösse geben- Wie wird dieses Problem in der Natur gelöst?   
  • Das Problembewusstsein wecken- Was passiert, wenn wir diesen Fehler nicht in den Griff bekommen?   
  • Gesprächsergebnisse kontrollieren- Wie wollen Sie nun auf diese Problematik reagieren?


Nach oben

Betriebsleitung

Michaele Gartz
Liebe Leserin, lieber Leser,

die Zukunftsfähigkeit deutscher Unternehmen ist eins der wichtigen Themen unserer Zeit. Gerade nach den Beschränkungen, die die Finanz- und Wirtschaftskrise in den letzten Monaten mit sich gebracht hat, heißt es zu beweisen, das Ihr Betrieb beim zu erwartenden Aufschwung „die Nase vorn hat“.

Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen
sind deshalb ein wichtiges Zukunftskonzept. Doch anders als Forschungseinrichtungen, die finanziell gefördert und unterstützt werden, können Sie sich keine kostspieligen Experimente leisten. Deshalb heißt Ihr Auftrag als Betriebsleiter klar, Ideen und Konzepte zu entwickeln, die ihre Kunden verlangen.

Beziehen Sie bei der Entwicklung von neuen Ideen deshalb Ihre Kunden mit ein. Und denken Sie dabei vom Kundenbedarf her, nie vom technisch Machbaren. Tipps dazu erhalten Sie in unserer Checkliste weiter unten.

Viel Erfolg für die Umsetzung.

Ihre
Unterschrift Michaele Gartz

Michaele Gartz,
Chefredakteurin von "Betriebsleitung aktuell"
 


Global Harmonisiertes System: Poster informiert über neue Einstufung und Kennzeichnung

Das europäische Chemikalienrecht befindet sich im Umbruch. Ende Januar trat die sogenannte „CLP-Verordnung“ (Classification, Labelling and Packaging) in Kraft. Nach einer Übergangszeit setzt die neue Verordnung das von den Vereinten Nationen entwickelte weltweit empfohlene Globale Harmonisierte System (GHS) in Europa um. Dies bringt Änderungen bei der Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen mit sich. Dazu gehören neue Symbole und Signalworte zur Kennzeichnung, Gefahrenhinweise (H-Sätze) und Sicherheitshinweise (P-Sätze) anstelle der bisherigen R(isiko)- und S(icherheits)-Sätze sowie die Umbenennung von Zubereitung in Gemisch (Näheres dazu siehe Ausgabe 02/2009 der „Betriebsleitung aktuell“).

Der REACH-CLP-Helpdesk bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat jetzt ein Poster herausgegeben, das alle Informationen zur Einstufung und Kennzeichnung präsentiert. Das Poster im DIN A 1 Format enthält Gefahrenklassen und -kategorien sowie deren Abkürzung im Bereich der Einstufung.

Zugleich zeigt es die neuen Gefahrenpiktogramme mit den jeweiligen Signalwörtern im Bereich der Kennzeichnung. Darüber hinaus führt es die Gefahrenhinweise, die jetzt mit H für das englische Wort Hazard abgekürzt werden, im Wortlaut und deren zugeordnete Codes auf. Damit lassen sich alle relevanten Informationen zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien auf einen Blick erfassen. Unternehmen und Anwender haben mit dem neuen Poster eine praxisnahe Handlungshilfe, die sie bei der Anwendung der CLP-Verordnung unterstützt.

Sie können das Poster „Einstufung und Kennzeichnung im Global Harmonisierten System (GHS) in der EU“ in kleinen Mengen kostenlos beziehen über das Informationszentrum der BAuA, E-Mail: info-zentrum@baua.bund.de.

Aktuelle Informationen zum neuen Europäischen Chemikalienrecht hält die Homepage des REACH-CLP-Helpdesks unter der Adresse www.reach-clp-helpdesk.de bereit.


Anzeige


Ärger im Qualitäts-Audit? Bei welchen Punkten es die häufigsten Probleme gibt:

Was wäre, wenn der Auditor im Abschlussgespräch nur mit dem Kopf schüttelt und Ihnen wegen bestimmter Defizite und Verbesserungspotentiale die Zertifizierung versagen will?

Mit dem Spezial-Management-Ratgeber „Der Qualitätsmanagementbeauftragte Produktion“ beugen Sie Schwachstellen im Qualitätsmanagement vor … und sorgen mit sofort zu übernehmenden Checklisten, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Arbeitshilfen dafür, dass wirklich nur 100% fehlerfreie Produkte Ihre Werkshallen verlassen.

Stellen Sie „Der Qualitätsmanagementbeauftragte Produktion“ jetzt auf die Probe!

Klicken Sie hier für Ihre persönliche GRATIS-Test-Ausgabe!


Checkliste: So entwickeln Sie eine Zukunftsversion für Ihre
Produkte und Dienstleistungen
 

  • Legen Sie die Zielgruppe fest, die Sie mit Ihrer Produktinnovation erreichen wollen – je konkreter, desto besser.
  • Bestimmen Sie einen zeitlichen Rahmen. In der Regel ist ein Zeitraum von 5 Jahren sinnvoll, da er überschaubar bleibt.
  • Ermitteln Sie, welchen Innovationsbedarf Ihre Kunden haben. Welche ungelösten Probleme gibt es?
  • Entwickeln Sie Lösungsmöglichkeiten aus Kundensicht. Legen Sie den Schwerpunkt auf den Zusammenhang mit Ihren Produkten und Dienstleistungen.
  • Ermitteln Sie den Lösungsbedarf. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihren Kunden, was Ihr Betrieb bieten sollte, um eine optimale Zusammenarbeit auch in der Zukunft zu gewährleisten.
  • Klären Sie die technische Umsetzbarkeit. Ziehen Sie dafür Spezialisten heran, die die Machbarkeit untersuchen.
  • Seien Sie vorsichtig mit der Übertragung von Aufgaben an Externe. Die Konkurrenz schläft nicht. Und Ideenklau nachzuweisen, ist langwierig, teuer und manchmal sogar unmöglich.
  • Vergessen Sie nicht den Patent- oder Markenschutz. Das Deutsche Patent- und Markenamt hilft Ihnen weiter (www.dpma.de).


Nach oben

Qualitätsmanagement

Susanne Langer
Liebe Leserin, lieber Leser,

sicher haben Sie in einem Pflichtenheft Kundenanforderungen zum Produkt ermittelt. Doch oft umfasst das in erster Linie technische Merkmale. Halten Sie darüber hinaus auch die Anforderungen an die Art der Zusammenarbeit, den Umgang mit Änderungswünschen und die Kommunikation mit dem Kunden fest.

Für Ihr PC-System haben Sie längst standardisierte Verfahren zum Schutz von Software und digitalen Inhalten integriert. Doch Software, die zur Steuerung in Maschinen- und Anlagen integriert wird - sogenannte eingebettete oder Embedded Software - werden bisher nicht ausreichend gegen Produktpiraterie abgesichert.

Auch die Produktionsdaten müssen besser gegen Datenmissbrauch geschützt werden. Dies soll sich ändern. Im Forschungszentrum Informatik FZI in Karlsruhe leitet Dr. Phillip Graf das Forschungsprojekt Projekt Pro-Protect gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit dem Ziel durch eine Verschlüsselungssoftware Embedded Software vor Nachmachern und Kopierern zu schützen.

Ihre

Unterschrift Susanne Langer

Susanne Langer
Diplom-Physikerin,
Chefredakteurin von "Der Qualitätsmanagementbeauftragte Produktion"
 


Kundenanforderungen in 4 Schritten richtig erfassen und umsetzen

Schritt 1: Ermitteln Sie die  Produktanforderungen aus verschiedenen Perspektiven
Klären Sie, die Wünsche des Kunden an die Art der Zusammenarbeit.
  •  Welche Verfügbarkeit wünscht der Kunde von Ihrer Leistung?
  •  Wie soll geliefert werden?
  •  Welche Wünsche hat der Kunde nach der Lieferung? Z. B. Training, Gewährleistungsbestimmungen, Instandhaltung oder Entsorgung.
  • Inhalt der Dokumentenlieferliste
Oft ist Ihren Kunden nicht klar, dass für den beabsichtigten oder angegebenen Gebrauch Ihrer Produkte noch weitere Anforderungen notwendig sind. Beispielsweise benötigt er für eine bestimmte Software Voraussetzungen für den Server.

Listen Sie als Fachmann all diese Anforderungen auf, die zur Umsetzung der Kundenwünsche unabdingbar sind:
  • Welche technischen Voraussetzungen benötigt der Kunde?
  • Welche behördlichen und gesetzlichen Auflagen  müssen berücksichtigt werden?
  • Welche Anforderungen, sind für Ihr Unternehmen notwendig, um den Auftrag umzusetzen?
Schritt 2: Untersuchen Sie die Anforderungen an den Kundendienst
Der Kundendienst ist ein entscheidender Partner für die  Erfüllung von Kundenanforderungen. Legen Sie im Vertrag mit dem Kunden fest, welche Ziele der Kunde durch Ihren Kundendienst abgedeckt werden und welche Eigeninteressen Ihr Unternehmen am Kundendienst hat (z. B.  Gewinnung von Anwender-Feedback zur weiteren Produktentwicklung). Daraus leiten Sie die entsprechenden Maßnahmen wie Schulung, Wartung, Hotline ab. Eine  systematische Berichterstattung dokumentiert die geforderten Kundendienstaktivitäten und prüft, ob die Anforderungen durch diese Aktivitäten erfüllt sind.

Schritt 3: Regeln Sie den Umgang mit Änderungsmaßnahmen
Ändern sich die Produktanforderungen müssen die entsprechenden Dokumente ebenfalls geändert werden. Das bedeutet, dass alle Änderungen wieder aus allen Perspektiven auf ihre Konsequenzen hin überprüft werden und die Auswirkungen sowohl für den Kunden als auch für die internen betroffenen Abteilungen schriftlich festgehalten werden. Sorgen Sie dafür, dass das zuständige Personal sich dieser Änderungen bewusst ist.


Schritt 4: Regeln Sie die Kommunikation mit den Kunden
Neben dem Produkt stellt der Kunde auch Anforderungen an die Kommunikation mit Vertretern Ihres Unternehmens. Legen Sie daher verbindlich fest, an wen er sich wenden kann und wie Sie diese Anfrage bearbeiten. Dabei berücksichtigen Sie 3 Situationen:
  •  Fragen und Informationen über das Produkt, beispielsweise Fragen zur Funktionsweise oder zur Anwendung einer Software.
  •  Anfragen zu Verträgen oder zur Auftragsbearbeitung, einschließlich der Änderungswünsche
  •  Rückmeldungen vom Kunden, einschließlich Kundenbeschwerden?
Benennen Sie für diese Anfragen Verantwortliche und regeln Sie die Befugnisse im Umgang mit dem Kunden.


Anzeige


Wo Sie als Betriebsleiter punkten können:
So führen Sie ein  erfolgreichen Kostenmanagement

Die Devise „Kosten sparen“ gilt heute in jedem Betrieb. Der Unterschied: Manche Betriebsleiter können es besser als andere. Was macht nun ein erfolgreiches Kostenmanagement aus?

Für den Informationsdienst „Betriebsleitung aktuell“ ist ein Betriebsleiter dann besonders erfolgreich, wenn es ihm gelingt:
  • Die Einkaufskosten spürbar und dauerhaft zu senken
  • Preiserhöhungen von Lieferanten abwehren
  • Den Wettbewerbsdruck auf Lieferanten erhöhen
  • Instrumente zur Erkennung von Kosteneinsparpotenzialen entwickeln
  • Die Stückkosten zu senken

Mehr dazu erfahren Sie in „Betriebsleitung aktuell“. Fordern Sie jetzt ein kostenloses Ansichtsexemplar an!

Einfach hier anklicken!


Produktpiraterie im Anlagenbau: So schützen Sie die integrierte Software

Vor allem die Bereiche Armaturen, Antriebstechnik, Textilmaschinen und Werkzeugmaschinen sind laut einer Studie des VDMA aus dem Jahr 2008 von Produktpiraterie betroffen. Insgesamt gaben mehr als 2 Drittel der Unternehmen an, dass illegale Kopien das Geschäft bedrohen.   Ganze Maschinen werden sogar in 52 % der Befragengen nachgebaut. An zweiter Stelle mit 50 Prozent nannten Unternehmen Komponenten, gefolgt von Ersatzteilen mit 32 Prozent.

Doch nicht nur der Nachbau von Maschinen und Komponenten, die mit komplexen Softwarefunktionalitäten ausgestattet sind, ist betroffen, sondern auch das nicht autorisierte Kopieren und Nutzen von aufwändigen Maschinensteuerungsprogrammen. Denn damit lassen sich letztlich geklonte Produkte herstellen.

Neben der Steuereinheit der Maschine sind daher auch die Steuerungsprogramme zu schützen. Dazu suchen die Wissenschaftler am FZI nach effizienten, standardisierte Schutzverfahren.

Dennoch sind keine Standardprodukte von der Stange zu erwarten, die Sie direkt in Ihre Steuerungssoftware integrieren können. Die Verschlüsselungssoftware muss stattdessen auf die jeweilige Plattform, Maschine oder Anlage angepasst werden. Doch das Forschungskonsortium entwickelt standardisierte Bausteine für seine Lösungen.

Dazu gehören Trusted Platform Module (TPM), die zum Schutz von Notebooks und Desktop-PCs entwickelt wurden und nun auch verstärkt in Industrie-PCs eingebaut werden. Den wenigsten Maschinenbauern und deren Kunden ist aber bewusst, dass sie damit ihre Software schützen können.

Jedoch müssen Sie diese Baustein zum Schutz zu einem möglichst frühen Zeitpunkt in die Softwareentwicklung integrieren. AM FZI denkt man nun auch über eine Möglichkeit zum Nachrüsten von Anlagen und Maschinen denkt. Dies ist jedoch immer mit einem  Eingriff in das Hardware- sowie das Softwarekonzept der Maschine verbunden.

Eine 2. Möglichkeit besteht darin, dass Sie über eine Steckkarte die Nutzer einer Anlage und ihrer Steuerungssoftware identifizieren. Die Maschinen lassen sich dann nur starten, wenn die Karte in der Schnittstelle steckt. eine solche Karte für die Compactflash-Schnittstelle entwickelt der Pro-Protect-Partner Wibu-Systems AG. Das System lässt sich auch in bereits bestehende Maschinen und Anlagen integrieren.

Weiter Informationen
www.fzi.de
Ansprechpartnerin:
Dipl.-Inform. Nora Lieberknecht
Tel. +49 721 9654-156
lieberknecht@fzi.de


Nach oben

DIV Deutscher Ingenieur-Verlag
Ein Unternehmensbereich der
Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Vorstand: Helmut Graf
Handelsregisternummer: HRB 8165
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE 812639372

Theodor-Heuss-Str. 2-4
53177 Bonn

Tel.: 0228/9550130
E-Mail: kundendienst@vnr.de

Redaktion

DIV Deutscher Ingenieur-Verlag
Tanbir Singh
Theodor-Heuss-Str. 2-4
53177 Bonn

Fax: 0228/ 35 63 22
E-mail: div@vnr.de
http://www.ingenieur-verlag.de


Adressänderung und Abbestellung

Wenn Sie den DIV Ingenieur - Newsletter nicht mehr erhalten möchten, klicken Sie bitte auf den folgenden Link:
Abmelden

Wenn sich Ihre E-Mail-Adresse geändert hat oder Sie sich für weitere Themengebiete anmelden möchten, klicken Sie bitte hier:
Änderungen

Sie erhalten diesen E-Mail-Newsletter an die Adresse newsletter-import@vnrbonn.de.

Copyright:
Vervielfältigungen jeder Art sind nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags gestattet. Die Aufnahme in Online-Dienste und Internet sowie die Vervielfältigung auf Datenträger dürfen nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Verlags erfolgen.

Haftung:
Die Beiträge und Inhalte in diesem Newsletter werden mit Sorgfalt recherchiert. Dennoch wird eine Haftung ausgeschlossen.

Wichtiger Hinweis zu allen Links:
Der Verlag für die Deutsche Wirtschaft ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden. Diese Erklärung gilt für alle auf dieser Homepage angebrachten Links, die nicht auf Webseiten des Verlages weisen.

Nach oben

 
© Sicher · gut · beraten
DIV Deutscher Ingenieur-Verlag