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DIV Ingenieur-Newsletter




DIV Ingenieur-Newsletter: Ihr persönlicher Themenmix vom 03.06.2009

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Dies sind Ihre Themen:


64.000 offene Ingenieurstellen im April
5 Tipps, woran Sie bei einem Beurteilungsgespräch denken sollten

Basis für eine sichere Elektroversorgung: Umstieg von TN-C- in TN-S-Netze
So fördern Sie die Leistungsfähigkeit Ihres Teams

Zahlungsverhalten deutscher Unternehmen stabil
Checkliste: So beherrschen Sie die Kunst des richtigen Feedbacks

Kundenzufriedenheit: Welche Kunden wollen Sie wirklich mit Ihrer Qualität überzeugen
Virtuelle Server: BITKOM veröffentlicht Leitfaden zur Kostenersparnis von IT-Systemen



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Managementwissen für Ingenieure & technische Führungskräfte

Michaele Gartz
Liebe Leserin, lieber Leser,

als technische Führungskraft sind Sie daran interessiert, Ihre Mitarbeiter zu fördern und ihre Entwicklung voranzutreiben. Schließlich sind Fachkräfte zurzeit Mangelware. Und deshalb ist es in Ihrem eigenen Interesse, Ihre qualifizierten Mitarbeiter so lange wie möglich zu halten. Ein Beurteilungsgespräch kann ein Weg sein, das zu erreichen. Es bietet Ihnen die Möglichkeit, den Mitarbeiter aufzubauen, seinen Entwicklungsbedarf herauszuarbeiten und das bisherige Arbeitsverhalten zu bewerten.

Sie sollten das Beurteilungsgespräch partnerschaftlich führen und die fachlichen und menschlichen Aspekte beleuchten. Natürlich können Sie Wahrnehmungsfehler nie ganz ausschließen. Doch wenn Ihnen genau das bewusst ist, können Sie ihnen entgegensteuern.
5 Tipps
dazu finden Sie weiter unten.

Viel Erfolg bei der Umsetzung.

Ihre
Unterschrift Michaele Gartz

Michaele Gartz
Redakteurin der
"Kompakt-Infos für technische Führungskräfte"


64.000 offene Ingenieurstellen im April

Im April 2009 konnten nach Angaben des Ingenieurmonitors des VDI 64.000 Ingenieurstellen nicht besetzt werden. Das entspricht einem Rückgang von knapp 2 % im Vergleich zum Vormonat. Etwa die Hälfte der freien Stellen ist in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg oder Bayern zu besetzen. Besonders gefragt sind nach wie vor die Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure, deren Anteil 40 % aller offenen Stellen ausmacht.

Trotz der Zunahme der arbeitslos gemeldeten Ingenieure auf 25.000 gibt es nach wie vor eine Lücke von 40.000. Eine aktuelle VDI/IW-Studie zeigt, dass jedes 5. Unternehmen in den kommenden 5 Jahren Ingenieure ersetzen muss, die altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Die Besetzung neuer Ingenieurstellen droht zu scheitern, da die Zahl der Ingenieurabsolventen bestenfalls reichen wird, um den entstehenden Ersatzbedarf zu decken.
 


5 Tipps, woran Sie bei einem Beurteilungsgespräch denken sollten

Durch ein Beurteilungsgespräch können Sie den Entwicklungsbedarf eines Mitarbeiters herausarbeiten und das bisherige Arbeitsverhalten bewerten. Daran sollten Sie vor allem denken:

Tipp 1: Deuten Sie das Verhalten Ihres Mitarbeiters richtig
Für jede Verhaltensweise Ihres Mitarbeiters gibt es verschiedene Deutungsmöglichkeiten. Die Kunst ist es, sie richtig zu deuten. Wenn ein Mitarbeiter sich Ihrer Anordnung zu Überstunden widersetzt, kann das heißen, dass der Mitarbeiter sich gegen Sie als Autorität auflehnt – aber auch, dass er aus einem bestimmten Grund verhindert ist.

Tipp 2: Halten Sie Ihre Eindrücke regelmäßig fest
Natürlich können Sie am Jahresende rückwirkend alle Eindrücke aufschreiben, die Ihnen noch in Erinnerung sind. Sinnvoll ist diese Vorgehensweise aber nicht. Besser ist es, mit regelmäßigen schriftlichen Notizen konkrete Eindrücke im Hinblick auf die Leistung und das Arbeitsverhalten festzuhalten.

Tipp 3: Sammeln Sie alle wichtigen Fakten
Erst, wenn Sie alle wichtigen Informationen über Ihren Mitarbeiter zusammengetragen haben, sollten Sie Ihren Mitarbeiter zum Beurteilungsgespräch bitten. Diese Fakten bieten Ihnen einen umfassenden Überblick über die Leistungen und das Verhalten Ihres Mitarbeiters.

Tipp 4: Akzeptieren Sie die Sicht Ihres Mitarbeiters

Nicht jeder arbeitet so wie Sie. Akzeptieren Sie das. Versuchen Sie deshalb zu verstehen, wie Ihr Mitarbeiter Situationen wahrnimmt, und seien Sie sensibel für seine Empfindungen und Reaktionen.

Tipp 5: Beziehen Sie die vorherige Abteilung Ihres Mitarbeiters mit ein
Sollte der Mitarbeiter erst kurz bei Ihnen in der Abteilung sein, sollten Sie zur Beurteilung seinen Vorgesetzten aus der anderen Abteilung heranziehen. Nur wo erhalten Sie ein umfassendes Bild.
 


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Instandhaltung

Werner Böcker
Liebe Leserin, lieber Leser,

moderne Fertigungsanlagen wie CNC-Maschinen, Roboter und Steuerungscomputer finden Sie heute in nahezu jedem Produktionsbetrieb. Sie erhöhen die Flexibilität und die Produktivität benötigen dafür aber eine sehr saubere und stabile Infrastruktur.

In einem über Jahrzehnte gewachsenen Unternehmen ist das häufig nicht gegeben, weil die Ansprüche an die robuste aber wenig komplexe Technik früher recht einfach waren. Eine der häufigsten Ursachen für Ausfälle sind veraltete Industrienetze für die elektrische Versorgung. Hier hilft nur eine konsequente Umstellung.

Ihr
Unterschrift Werner Böcker

Werner Böcker,
Chefredakteur von "Instandhaltung in der Praxis"


Basis für eine sichere Elektroversorgung: Umstieg von TN-C- in TN-S-Netze

Die Versorgung von elektrischen Verbrauchern in einem Industriebetrieb war vor der Ära der Computertechnik eine eher unkritische Angelegenheit. Es waren lediglich einige wenige Parameter zu beachten, die sicherstellten, dass genug elektrische Leistung zur Verfügung stand. Selbst kurze Spannungseinbrüche oder –Schwankungen hatten keine weit reichenden Folgen. Aus diesem Grund finden Sie für die Hauptversorgungszweige häufig noch 4-adrige Zuleitungen mit einem kombinierten PEN-Leiter (TN-C-Netz).

Bei einer solchen Netzform werden die teilweise recht hohen Ausgleichsströme durch den PEN-Leiter geführt, daraus resultiert eine Anhebung des Potenzials auch auf allen damit verbundenen PE-Leitern, was zu erheblichen Störungen der Elektronik führen kann. Rüsten Sie deshalb die komplette Versorgung auf ein 5-adriges TN-S-Netz um, bei dem der N-Leiter und der PE-Leiter getrennt sind. Nur so lässt sich auch ein wirkungsvoller Überspannungsschutz gewährleisten.

Ermitteln Sie, ausgehend von der Hauptversorgung, bei jeder Verzweigung, welche Form die jeweils weiterführenden Netze haben. Im Idealfall wird direkt in der Hauptverteilung eine Umstellung von TN-C auf TN-S vorgenommen und so auch konsequent weitergeführt. In der Praxis werden Sie wahrscheinlich eine andere Lösung finden: An einigen Stellen erfolgt eine Veränderung von TN-C auf TN-S, andere Zweige werden als TN-C betrieben.

Achtung: Finden Sie nach einer Umstellung von TN-S eine Rücknahme auf TN-C müssen Sie diese sofort beseitigen, eine solche Konstellation ist nicht zulässig.

Eine Umstellung von einem TN-C- auf ein TN-S-System ist auf 2 Wegen möglich:
  1. Sie tauschen die alte 4-adrige Leitung (schwarz-braun-blau-gelb/grün) gegen eine neue 5-adrige (schwarz-braun-grau-blau-gelb/grün). Ist dies nicht möglich, weil Sie z. B. mit längeren Stillständen rechnen müssen, gibt es noch einen weiteren Weg.
  2. Verlegen Sie parallel zu der alten 4-adrigen Leitung eine zusätzliche eigene PE-Leitung und markieren Sie den PEN-Leiter (wie ohnehin nach DIN VDE 0100-510 1997-01 vorgeschrieben) zusätzlich mit einer blauen Markierung. Nun nutzen Sie den PEN-Leiter ausschließlich als N-Leiter.
Beachten Sie, dass dies zwar normkonform ist, es aber trotzdem aufgrund der nicht durchgängigen farblichen Markierung immer noch ein PEN-Leiter bleibt. Deshalb müssen Sie die Leitung an beiden Enden mit einem Hinweis kennzeichnen: „Grün-gelbe Ader hat N-Funktion!“  
 


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So fördern Sie die Leistungsfähigkeit Ihres Teams

Es ist eine Binsenweisheit: Wenn das Zusammenspiel in einer Abteilung gut funktioniert, profitiert jeder Einzelne davon. „Gemeinsam erreichen wir mehr“, lautet eine Definition des Teamgedankens.

Prüfen Sie, wie weit Sie mit Ihrer Abteilung auf dem Weg zu diesem Ziel sind.

Checkliste: Ist Ihr Team auf dem richtigen Weg?

  • Die Teammitglieder verkehren offen und ehrliche miteinander.
  • Es herrscht ein „Wir-Gefühl“ vor.
  • Die Teammitglieder orientieren sich an gemeinsamen Zielen und Sichtweisen.
  • Aufgaben und Zuständigkeiten sind klar geregelt und akzeptiert.
  • Jeder im Team ist entsprechend seinen Fähigkeiten und seinem Fachwissen eingesetzt.
  • Fehler werden als Gelegenheit genutzt, etwas dazuzulernen.
  • Probleme und Konflikte werden angesprochen und diskutiert.
  • Die Teammitglieder unterstützen, akzeptieren und tolerieren sich gegenseitig.

Auswertung:

Konzentrieren Sie Ihre Bemühungen auf jeden Punkt, den Sie nicht abhaken konnten. So lange, bis die Checkliste komplett ist.


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Betriebsleitung

Michaele Gartz
Liebe Leserin, lieber Leser,

ehrliches und konstruktives Feedback kann äußerst wertvoll sein, vorausgesetzt, Sie geben es zum richtigen Zeitpunkt. Deshalb hängt viel von Ihnen als Betriebsleiter ab. Denn richtig Feedback zu geben ist eine Kunst für sich – auch und vor allem dann, wenn eine Sache nicht so erfolgreich verlaufen ist.

Ein Feedback sollte nicht im Trubel des Alltags untergehen. Und genauso wenig sollte es in einer emotional aufgeladenen Situation gegeben werden. Dann bleibt es wahrscheinlich wenig sachlich. Warten Sie also den geeigneten Moment ab, um Ihrem Mitarbeiter eine Rückmeldung zu geben.

Beherzigen Sie dabei unsere Tipps, die Sie weiter unten in unserer Checkliste finden.  Viel Erfolg für die Umsetzung.

Ihre
Unterschrift Michaele Gartz

Michaele Gartz,
Chefredakteurin von "Betriebsleitung aktuell"
 


Zahlungsverhalten deutscher Unternehmen stabil

Das Zahlungsverhalten deutscher Unternehmen hat sich im 1. Quartal 2009 im Vergleich zu Ende 2008 nur leicht verschlechtert. Der Rückgang ist jedoch moderater ausgefallen, als es die Hiobsbotschaften der letzten Monate über Auftragsrückgänge, Kurzarbeit und Insolvenzen vermuten ließen. So bezahlen laut einer Studie des Rating-Unternehmens D&B immer noch 79,54 % aller deutschen Unternehmen ihre Rechnungen zum vereinbarten Zahlungsziel. Damit beträgt der Rückgang im Vergleich zum letzten Quartal 2008 nur 0,08%.

„Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen zeigt sich trotz der ständigen Nachrichten über Rezession, Wirtschaftskrise, Insolvenzen und Arbeitslosigkeit erstaunlich robust“, kommentiert Thomas Dold, Geschäftsführer von D&B Deutschland, die Entwicklung.

Im Durchschnitt bekamen die Gläubiger von den Unternehmen, die nicht vereinbarungsgemäß zahlten, ihr Geld 9,1 Tage nach dem Termin. Mit diesen Zahlen präsentiert sich die deutsche Wirtschaft in Zeiten der Wirtschaftskrise bei der Zahlungsmoral stabil – anders als zum Beispiel die Schweiz. Dort zahlen die Firmen ihre Rechnungen mittlerweile 21,9 Tage nach dem Ziel.

Die Analyse des Zahlungsverhaltens nach ausgesuchten Branchen verdeutlicht ebenfalls den bereits aufgezeigten Trend: Unternehmen zahlten trotz Wirtschaftskrise im 1. Quartal 2009 ihre Rechnungen fast genauso pünktlich wie im 4. Quartal 2008. Mit Maschinenbau und Handwerk gibt es sogar 2 Branchen, die im Vergleich zum letzten Quartal 2008 aktuell eine bessere Zahlungsmoral aufweisen.
 


Checkliste: So beherrschen Sie die Kunst des richtigen Feedbacks

  • Sprechen Sie Feedback zeitnah aus, nicht erst Monate später oder zu einem bestimmten Anlass.
  • Achten Sie beim Feedback auf Ihren Ton. Verwenden Sie eine sachliche Sprache und klare Formulierungen. Wahren Sie den körperlichen Abstand.
  • Beginnen Sie immer mit einem positiven Aspekt. Lassen Sie dann erst Kritik folgen.
  • Halten Sie sich an die Fakten. Nutzen Sie „Ich“-Aussagen. Vermeiden Sie Formulierungen mit „wir“ oder „man“.
  • Vermeiden Sie Wertungen oder eigene Interpretationen. Geben Sie Feedback nie aufgrund von Hypothesen, Vermutungen oder Hörensagen.
  • Verteilen Sie Ihr Feedback in Maßen. Das heißt: Überfordern Sie Ihren Mitarbeiter nicht mit einem Übermaß an negativer Kritik, die er kaum verarbeiten kann. Auch positives Feedback sollten Sie gezielt einsetzen – bei zu häufigem Einsatz nutzt es sich ab.
  • Lassen Sie Ihrem Mitarbeiter Zeit, vor allem negatives Feedback zu verarbeiten. Bieten Sie ihm an, mit ihm zu einem anderen Zeitpunkt noch einmal über Ihre Kritikpunkte zu sprechen.
  • Reagiert Ihr Mitarbeiter mit Rechtfertigungen auf ein negatives Feedback, dann nehmen Sie seine Argumente auf. Fragen Sie nach, warum Ihr Mitarbeiter das Feedback als Kritik versteht.


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Der Gesprächs-Check
Mitarbeitergespräche: Wie bringen Sie einen Mitarbeiter zum Reden, wenn Sie ihm jedes Wort „aus der Nase ziehen“ müssen?

Als Führungskraft müssen Sie oft aus heiterem Himmel ein Gespräch führen. Doch jeder Mitarbeiter ist anders. Mit einem Gespräch nach „Schema F“ kommen Sie also nicht weiter.

Mit dem Praxis-Leitfaden „Gesprächs-Check“ erhalten Sie mehrere Dutzend fertig zu übernehmende Checklisten, Muster und Kopiervorlagen, mit denen Sie praktisch jede Gesprächssituation im Unternehmensalltag sicher meistern:
  • Gesprächsvorbereitung 
  • Schlagfertig auf Killerphrasen reagieren
  • Wie Sie Einwände entkräften
  • Beurteilungsgespräche
  • Bewerber-Interviews
  • Feedback-Gespräche
  • Jahresgespräche
  • Richtig kritisieren
  • Mobbing-Gespräche
  • Verhandlungen richtig vorbereiten und führen
  • Zielvereinbarungsgespräche
  • Kritikgespräche für spezielle Fälle wie z. B. Alkoholsucht, Zuspätkommen oder Schlechtleistung
Lassen Sie sich diese unverzichtbare Arbeitshilfe jetzt sofort kommen.


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Qualitätsmanagement

Susanne Langer
Liebe Leserin, lieber Leser,

Der zufriedene Kunde ist das Ziel Ihrer Qualitätsmaßnahmen. Zufriedene Kunden empfehlen Ihr Unternehmen weiter, bauen ein langfristiges Geschäftsverhältnis zu Ihnen auf und tragen so entscheidend zum Erfolg Ihres Unternehmens bei. Doch welcher Kunde soll eigentlich zufrieden gestellt werden?  Und wann sind die Grenzen erreicht, an der ein weiteres Bemühen um den Kunden nicht mehr sinnvoll ist?

Ziel eines Verhaltenskodex nach ISO 10001 ist es, eine Beschwerde oder eine Reklamation von Kunden im Vorfeld zu vermeiden. Legen Sie dazu zunächst fest, wen Sie als Ihren Kunden betrachten. Eine Checkliste unterstützt Ihre Auswahl.

IT-Ressourcen
können mittels Virtualisierung wesentlich effizienter genutzt werden. Das erhöht Flexibilität, Verlässlichkeit und Verfügbarkeit der eigenen IT. „Virtualisierung optimiert die Hardware-Auslastung, senkt die Energiekosten und schont die Umwelt“, sagt Holger Skurk, Server-Experte des BITKOM.

Mit Virtualisierung kann der Energieverbrauch um über 50 Prozent gesenkt werden. BITKOM hat hierzu eine neue Broschüre „Server-Virtualisierung – Leitfaden und Glossar“ veröffentlicht.

Eine Woche voller zufriedener Kunden wünscht Ihnen

Ihre

Unterschrift Susanne Langer

Susanne Langer
Diplom-Physikerin,
Chefredakteurin von "Der Qualitätsmanagementbeauftragte Produktion"
 


Kundenzufriedenheit: Welche Kunden wollen Sie wirklich mit Ihrer Qualität überzeugen

Laut ISO 9000:2005 ist ein Kunde eine Organisation oder eine Person, die ein Produkt oder eine Dienstleistung empfängt. Das können sowohl Mitarbeiter, Verbraucher, Endanwender, Einzelhändler, Großhändler, weiterverarbeitende Unternehmen, Nutznießer oder Käufer sein. Doch tragen auch diese Gruppen gleich viel zum Erfolg Ihres Unternehmens bei? Sicher lesen Sie häufig in Firmenbroschüren Sätze wie: „ Wir wollen, dass alle unsere Kunden mit unseren Leistungen zufrieden sind“. Dabei wissen Sie genau, dass es bestimmte Kunden gibt, von denen Sie lieber Abstand nehmen.

Legen sie fest, welche Kunden Sie zufriedenstellen wollen
Betrachten Sie alle Empfänger Ihres Produktes als Ihre Kunden oder nur diejenigen, die dafür zahlen? Diese provokant klingende aber sehr wichtige Frage müssen Sie als Qualitätsmanager gemeinsam mit der Geschäftsleitung beantworten. In der Praxis kann beides sinnvoll sein:  Im Gesundheitswesen beispielsweise zahlt der Patient oft nicht selber und ist trotzdem ein Kunde.

Wenn Sie diese Frage für Ihr Unternehmen geklärt haben, schließen sich weitere Entscheidungen an, um festzulegen, wen Sie als  Kunden zufriedenstellen wollen und wen Sie zufriedenstellen müssen. Die Checkliste hilft Ihnen, bei der Festlegung Ihrer erwünschten Kunden:

Checkliste: Welche Kriterien müssen Ihre Kunden aus Ihrer Sicht erfüllen?
  • Wenn Sie sich an zahlende Kunden wenden, wollen Sie dann alle zahlenden Kunden zu-friedenstellen oder nur die, die rechtzeitig bezahlen?
  • Richten  Sie sich an Kunden, die freiwillig oder unfreiwillig Ihre Leistung in Anspruch nehmen? (Eine Behörde, die von Biometrielösungen für Reisepässe erzwingt, hat beispielsweise Kunden, die sich nicht freiwillig für diese Lösung entschieden haben.)
  • In welcher geografischen Region wollen Sie Ihre Kunden erreichen?
  • Wo erbringen  Sie Ihre Leistung für den Kunden? (Ein Computerhersteller, der eine Garantieleistung anbietet muss beispielsweise entscheiden, ob er seinen Service direkt bei den Kunden anbietet  oder nur in seinen Filialen.)
  • Welche Auftragsgröße des Kunden ist erwünscht, welche unerwünscht? (Lohnen sich auch sehr kleine Aufträge? Schränken sehr große Aufträge Ihre Flexibilität gegenüber anderen Kunden  zu sehr ein?)
  • Welche Bonität erwarten Sie von den Kunden, die Sie zufrieden stellen wollen?
  • Welche Zahlungsweise wünschen Sie von Ihren Kunden?
  • Welche Kunden dürfen Sie nicht zufrieden stellen (z. B: technische Lösungen, die in die illegale Waffenproduktion oder in Fälschungen fließen können)?
  • Welche Kunden müssen Sie zufrieden stellen (beispielsweise, weil Sie im Auftrag eines Forschungsprojektes Geld dafür bekommen haben)?
  • Welche Kunden können Sie zufrieden stellen (z. B. , weil Sie die erforderliche technische Ausrüstung haben, ausreichend erreichbar sind oder schnell genug liefern)?
  • mit Ihrer Qualität überzeugen?
Literaturhinweis: Klaus Graebig, „Kundenzufriedenheit – Erläuterungen und Originaltexte DIN ISO 10001, 10002, 10003“ , Beuth-Verlag, www.beuth.de


Virtuelle Server: BITKOM veröffentlicht Leitfaden zur Kostenersparnis von IT-Systemen

Virtualisierung ermöglicht den parallelen Betrieb mehrerer Betriebssysteme wie Windows und Linux auf der gleichen Hardware. Ein realer Server kann von mehreren virtuellen Servern gemeinsam genutzt werden. Auf diese Weise wird die Zahl der benötigten physischen Server drastisch verringert.
Ein neuer Leitfaden des BITKOM informiert auf verständliche Art und Weise, was sich hinter Virtualisierung verbirgt und wie man sie optimal für das eigene Unternehmen nutzt. Der Leitfaden führt darüber hinaus die verfügbaren Technologien und Produkte auf. Er richtet sich an IT-Mitarbeiter großer und mittelständischer Unternehmen sowie technisch interessierte Verbraucher.

Das Potenzial für Kosteneinsparungen ist groß:
Server und Rechenzentren in Deutschland verbrauchten 2008 rund 10 Terawattstunden Strom. Dies entspricht der Produktion von vier mittelgroßen Kohlekraftwerken und einem Anteil von rund 1,8 Prozent am gesamten Stromverbrauch hierzulande. Das ergab eine Studie im Auftrag des BITKOM. Die Stromkosten für die rund 2,2 Millionen installierten Server betrugen im vergangenen Jahr rund 1,1 Milliarden Euro.

Virtualisierung bietet hier ein enormes Potential. Wichtige Parameter sind die Gesamtkosten (Total Cost of Ownership, TCO) und die Rendite (Return on Investment, ROI) welche bei der Entscheidung für eine Virtualsierungslösung eine große Rolle spielen.

Im Wesentlichen sollen IT-Ressourcen optimal ausgelastet werden, Server- und Speicherkapazitäten je nach Bedarf flexibel anzupassen sein und die Administrationskosten sollen nach Möglichkeit gesenkt werden.

Um Belastungsspitzen abzudecken, sind die einzelnen Systeme oft für den „normalen“ Betrieb deutlich überdimensioniert.
So laufen beispielsweise Server meist nur mit einer durchschnittlichen Auslastung von 20 bis maximal 30 Prozent. Dagegen werden bei der Virtualisierung die logischen Funktionen von Servern, Speichern oder anderen Systemen von den physischen Einheiten getrennt. So stehen Ressourcen in virtuellen Pools unternehmensweit zur Verfügung.

Wo früher eine Anwendung fest an einen Server gebunden war, wird sie nun dort ausgeführt, wo im Server-Pool Rechenkapazitäten frei sind. Insgesamt sorgt die Virtualisierung so für eine verbesserte Auslastung von IT-Ressourcen.

Die bessere Auslastung von Systemen wiederum führt dazu, dass insgesamt weniger Systeme benötigt werden. Damit fallen nicht nur geringere Kosten für die Anschaffungen, sondern auch für den Betrieb und das Management der IT-Infrastruktur. Ein weiterer Vorteil besteht in der einfacheren Administration in einer virtualisierten Umgebung.

So können neue Server sehr schnell aufgesetzt (Deployment) und in Betrieb genommen werden. Durch eine bessere Auslastung, der Verringerung des Platzbedarfs im Rechenzentrum, einer Senkung der Strom- und Kühlungskosten und einer Vereinfachung des Managements werden ebenfalls Kosten gesenkt.

Mit der Virtualisierung können Sie IT-Ziele sehr effizient erreichen, wie beispielsweise:
  • Kostenreduktion
  • Erhöhte Handhabbarkei
  • Erhöhte Stabilität und damit erhöhte Verfügbarkeit
  • Erhöhte Performance
  • Erhöhte Flexibilität
  • Schnelleres Deployment
Der Leitfaden kann unter www.ingenieur-verlag.de kostenlos heruntergeladen werden.


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DIV Deutscher Ingenieur-Verlag
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