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DIV Ingenieur-Newsletter




DIV Ingenieur-Newsletter: Ihr persönlicher Themenmix vom 25.02.2009

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Dies sind Ihre Themen:


Wirtschaftskrise fördert Ellbogenmentalität
4 Tipps bei dauerhaften Unstimmigkeiten im Team

Sichert die Automatisierung Arbeitsplätze?
Selbsttest – Wie gut sind Sie auf Krisen vorbereitet?

Kündigungsschutzgesetz: 7,5 Mrd. € Kosten
6 Tipps, um erfolgreich in Verhandlungen zu argumentieren (Teil 1)

Pausen nach Biorhythmus – So steigern Sie die Prozessqualität
Die 5. Novelle der Verpackungsverordnung: Das sollten Sie beachten



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Managementwissen für Ingenieure & technische Führungskräfte

Michaele Gartz
Liebe Leserin, lieber Leser,

Reibereien, Meinungsverschiedenheiten und Streit kommen in jedem Team vor. Doch meistens können diese Unstimmigkeiten auch schnell wieder geklärt werden. Etwas anders liegt der Fall allerdings, wenn die Störungen von dauerhafter Natur sind.

Dauerhafte Unstimmigkeiten erkennen Sie u. a. daran, dass Ihr Team nicht mehr die volle Leistung bringt und gute Mitarbeiter immer weniger Lust haben, sich für die Belange und die Arbeit des ganzen Teams einzusetzen.

Spätestens aber, wenn das der Fall ist, müssen Sie einschreiten. Eine offene Aussprache bringt in diesen Fällen kaum noch etwas – außer, dass Sie Ausflüchte zu hören bekommen. Auch Appelle an den Teamgeist oder die Solidarität des Einzelnen mit dem ganzen Team bringen wenig. Erkennen und reintegrieren Sie Störer rechtzeitig.

Viel Erfolg für die Umsetzung.

Ihre
Unterschrift Michaele Gartz

Michaele Gartz
Redakteurin der
"Kompakt-Infos für technische Führungskräfte"


Wirtschaftskrise fördert Ellbogenmentalität

Die internationale Rezession erhöht den Konkurrenzdruck in deutschen Unternehmen. Dies ist das Ergebnis einer internationalen StepStone-Umfrage, an der in Deutschland 3.777 Fach- und Führungskräfte teilnahmen. Demzufolge gehen mehr als die Hälfte der Befragten (52 %) davon aus, dass sich der interne Wettbewerb unter Kollegen durch die unsichere wirtschaftliche Situation ausweitet.

Nur 15 % glauben, dass die gegenwärtige Krise sie und ihre Kollegen zusammenschweißt, während 1/3 eine unveränderte Konkurrenzsituation erwartet.

„Viele Arbeitnehmer befürchten derzeit ihren Job zu verlieren und sehen daher in ihren Kollegen potentielle Konkurrenten. Für Unternehmen ist das eine schwierige Situation. Zwar belebt Konkurrenz oft das Geschäft, allerdings darf darunter nicht die Teamfähigkeit leiden. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Situationen ist ein Unternehmen auf motivierte und integrative Fach- und Führungskräfte angewiesen“, so Wolfgang Bruhn, Vorstand der StepStone Deutschland AG.

Im globalen Vergleich zeigen sich die deutschen Fach- und Führungskräfte mit diesem Ergebnis besonders pessimistisch. Im internationalen Durchschnitt von 16 Ländern befürchten 50 % einen erhöhten Konkurrenzkampf durch die wirtschaftliche Krise, während 18 % glauben, dass die gegenwärtige Lage eine integrative Wirkung freisetzen kann. Am positivsten sind diesbezüglich die Niederländer gestimmt. Hier erwartet dies eine Mehrheit von 37 %.


4 Tipps bei dauerhaften Unstimmigkeiten im Team

Konflikte kommen in jedem Team vor. Doch meistens können diese Unstimmigkeiten auch schnell wieder geklärt werden. Bei dauerhaften Unstimmigkeiten sollten Sie allerdings unsere 4 Tipps beherzigen:

Tipp 1: Reduzieren Sie die Anzahl der Meetings
„Aus den Augen – aus dem Sinn“ heißt eine alte Redewendung. Und bei dauerhaften Schwierigkeiten kann sie wahre Wunder bewirken. Rufen Sie daher weniger Meetings ein. Denn dadurch gewinnen Ihre Teammitarbeiter auch wieder Abstand voneinander.

Tipp 2: Trennen Sie die Aufgabengebiete
Grenzen Sie klar ab, wer für was zuständig ist. Trennen Sie Verantwortungsbereiche und Zuständigkeiten. So erreichen Sie, dass sich jedes Teammitglied wieder auf seine Sache konzentrieren kann, ohne mit den Kollegen aneinander zu geraten.

Tipp 3: Ziehen Sie personelle Konsequenzen
Unterziehen Sie Ihre Mitarbeiter einer personellen Prüfung. Gibt es ein Teammitglied, um das herum immer wieder Konflikte entstehen? Falls ja, ziehen Sie die Konsequenzen. Sprechen Sie mit dem Mitarbeiter und geben Sie ihm ein offenes Feedback über Ihre Beobachtungen. Ziehen Sie ihn als letzte Konsequenz aus dem Team ab und ermöglichen Sie ihm woanders einen Neustart.

Tipp 4: Stellen Sie die Sacharbeit in den Vordergrund
Streit belastet das gesamte Team, auch wenn er möglicherweise nur 2 Personen betrifft. Vermeiden Sie daher unter allen Umständen, die Frage zu klären, wie es zu der aktuellen Situation kommen konnte. Denn das bringt Sie nicht weiter. Stellen Sie besser die Sacharbeit in den Vordergrund.


Michael Blum
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Michael Blum fragt:

"Wie oft haben Sie sich schon von Störern aus dem Konzept bringen lassen?"

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Instandhaltung

Werner Böcker
Liebe Leserin, lieber Leser,

bei Automatisierung beschleicht uns schnell das negative Gefühl der Personalrationalisierung. Bilder einer menschenleeren Produktionshalle erzeugen nicht gerade den Eindruck, das Roboter und automatisierte Abläufe für einen erhöhten Bedarf an Arbeitsplätzen verantwortlich sein können.

Die Zusammenhänge in der Praxis stellen sich aber wesentlich komplexer dar und gerade für die Instandhaltung bedeuten mehr Maschinen auch mehr Arbeit. Die Lösung ist eine optimale strategische Instandhaltung.


Ihr
Unterschrift Werner Böcker

Werner Böcker,
Chefredakteur von "Instandhaltung in der Praxis"


Sichert die Automatisierung Arbeitsplätze?

Die Auftragsbücher sind langfristig gefüllt, es treten keine Auftragsspitzen und keine Auftragseinbrüche auf, Ihre Maschinen sind ausgelastet, der Personalbedarf ist mit qualifizierten und motivierten Mitarbeitern abgedeckt.
Der einzige Nachteil: Es handelt sich leider um einen Wunschtraum.

Die Realität sieht nun mal anders aus: Eine vollständige Ausnutzung erreichen Sie nur, wenn alle Prozesse im Betrieb vorhersehbar sind und das sind sie leider nicht. Die Nachfrage schwankt, Maschinen fallen spontan aus, die Leistungsfähigkeit und der Personalstand von Mitarbeitern schwankt.

Fertigungsexperten gehen davon aus, dass der Nutzungsgrad von Werkzeugmaschinen in Deutschland im Schnitt unter 70 % liegt. Um im Wettbewerb international mithalten zu können, ist das zu wenig und gefährdet langfristig Arbeitsplätze.

Ein Ausweg aus dem Dilemma ist die optimale Kombination von Mitarbeitern, Robotern und Maschinen mit möglichst flexiblen Automatisierungsstrukturen und einer strategisch orientierten Instandhaltung. Vor allem die Flexibilität und Zuverlässigkeit der Roboter spielt in diesem Zusammenhand eine wichtige Rolle.

Wenn ein Fertigungsprozess auf Grund geänderter Kundennachfrage angepasst werden soll, so muss der Bestückungsroboter in der Lage sein, sich auf die neue Situation einzustellen. Aus dieser Sicht ist eine Integration von Robotern und Produktionsmaschinen notwendig. Nach diesem Konzept entstehen flexible Fertigungszellen. Roboter mit entsprechendem Aktionsradius können während Stillstandzeiten andere Maschinen bedienen oder Tätigkeiten wie Vorsortieren, Reinigen, Montieren etc. durchführen.

Mit dieser Konstellation können Sie auch mit einer geringen Personaldecke eine zweite oder dritte Schicht realisieren, wo dies vorher vielleicht nicht möglich war. Ein solcher Schritt kann Arbeitsplätze sichern oder sogar zu einem steigenden Personalbedarf führen. Gerade für die Instandhaltung bedeutet dies ein enormes Potenzial, denn letztendlich bleibt nur der Mensch, der die optimale Verfügbarkeit von Maschinen gewährleisten kann.
 


Selbsttest – Wie gut sind Sie auf Krisen vorbereitet?

Krisen sind Ausnahmesituationen, die von uns besondere Handlungsweisen erfordern.
Dabei lassen sich 3 unterschiedliche Arten von Krisen klassifizieren:
  • periodische Krisen, die zu einem bestimmten Thema immer wieder auftauchen,
  • schleichende, die latent vorhanden sind und sich permanent verstärken sowie
  • plötzlich und überraschend auftretende Krisen.

Haben Sie mögliche Krisenherde im Blickfeld? Der folgende Selbsttest verrät Ihnen, wie gut Sie vorbereitet sind.

Selbsttest: Wie gut sind Sie auf Krisen vorbereitet?  

Sind Sie sich der allgemeinen Krisengefahren bewusst, die auch Ihren Betrieb erfassen könnten? Ja Nein
Sind Ihre Mitarbeiter dafür sensibilisiert, Krisengefahren zu erkennen und im Falle eines Falles Sie über 1. Anzeichen zu informieren?JaNein
Haben Sie Vorsorge für akut auftretende Krisen getroffen?JaNein
Stehen Sie im engen Kontakt zu Ihren Mitarbeitern? Arbeiten diese nach klar definierten Zielen?JaNein
Legen Sie Wert auf ein gutes Klima in Ihrem Betrieb?JaNein
Werden in Ihrem Unternehmen die anvisierten Ziele regelmäßig überprüft?JaNein
Werden Sie regelmäßig über die Kosten und Erträge informiert?JaNein
Beobachten Sie den Markt sowie Ihre Mitbewerber?JaNein
Haben Sie ausreichend Antworten und Strategien in der Schublade, um auch in Zukunft das Marktgeschehen aktiv zu beeinflussen?JaNein


Auswertung:
Haben Sie alle Fragen mit „Nein“ beantwortet besteht dringender Handlungsbedarf. Bauen Sie die Defizite an Hand der Fragen ab. Wenn nur einzelne Fragen negativ ausfallen, konzentrieren Sie sich auf diese Punkte und wiederholen Sie den Test regelmäßig als Erfolgskontrolle.


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Betriebsleitung

Michaele Gartz
Liebe Leserin, lieber Leser,

unterschiedliche Meinungen kennzeichnen jede geschäftliche Auseinandersetzung. Gerade bei Verhandlungen, bspw. über ein Angebot oder die Verkaufsrechte für ein neues Produkt, unterscheiden sich die Interessenlagen der Partner voneinander. Daher heißt es, möglichst gut zu argumentieren, um die Geschäftspartner von Ihren Vorstellungen als Betriebsleiter zu überzeugen.

Doch das ist manchmal gar nicht so einfach. Schließlich hat auch die Gegenpartei schlagkräftige Argumente, denen Sie sich nicht so einfach entziehen können. Und mit unfairen Mitteln zu kämpfen verbietet sich von vornherein – schließlich würde dadurch Ihr Ruf als Betriebsleiter und damit als Verhandlungspartner langfristig Schaden nehmen.

Die besseren Argumente vorweisen zu können, um in der Diskussion zu punkten und die Geschäftspartner von der eigenen Position zu überzeugen, ist daher immer noch der beste Weg, um in Verhandlungen erfolgreich zu sein.

Ihre
Unterschrift Michaele Gartz

Michaele Gartz,
Chefredakteurin von "Betriebsleitung aktuell"


Kündigungsschutzgesetz: 7,5 Mrd. € Kosten

Die Regelungen des Kündigungsschutzes kosten die Wirtschaft hierzulande 7,5 Mrd. € pro Jahr. Allein die Aufwendungen rund um Arbeitsgerichtsverfahren im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses belaufen sich auf jährlich 975 Mio. €. Abfindungszahlungen, auf die sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer einigen, schlagen bei den Betrieben mit jährlich etwa 2,6 Mrd. € zu Buche.

Im Schnitt geben Unternehmen knapp 12.000 € für eine Abfindung im Kündungsfall aus. Das hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zusammen mit der IW Consult in einer repräsentativen Unternehmensbefragung ermittelt.

Gleichzeitig erweisen sich die arbeitsrechtlichen Bestimmungen als Beschäftigungsbremse. Weil viele Firmen aufgrund des Kündigungsschutzgesetzes fürchten, Mitarbeiter im Ernstfall nur schwer entlassen zu können, verzichten annähernd 40 % der Arbeitgeber gleich ganz auf Neueinstellungen. Hochgerechnet auf alle Betriebe verhindern die Regelungen des Kündigungsschutzes, dass jährlich mehr als 40.000 neue Stellen geschaffen werden.

Um den Kündigungsschutz zu umgehen, stellen 2/3 der Firmen befristet Beschäftigte ein. Mehr als 60 % der Unternehmen sehen daher Änderungsbedarf beim Kündigungsschutz, um Neueinstellungen zu beschleunigen. So plädiert z.B. rund 1/3 der Unternehmen dafür, Kündigungen in konjunkturell schlechten Zeiten zu erleichtern.
 


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6 Tipps, um erfolgreich in Verhandlungen zu argumentieren (Teil 1)

Um erfolgreich in Verhandlungen zu sein, sollten Sie die besseren Argumente haben. Hier einige Vorschläge, um erfolgreich zu argumentieren:

Tipp 1: Ihr Standpunkt bestimmt Ihre Argumente
Wenn Sie erfolgreich argumentieren wollen, müssen Sie einen Standpunkt haben. Überlegen Sie sich also, wie dieser aussehen soll. Wenn Sie sich selbst nicht darüber im klaren sind, können Sie in einer Verhandlung schnell ins Schwimmen geraten. Gehen Sie daher mit einer klaren Position in das Gespräch. Und richten Sie Ihr Verhalten danach aus.

Tipp 2: Sammeln Sie Gegenargumente
Sammeln Sie Argumente für Ihren Standpunkt – je mehr, desto besser. Welche Gegenargumente für Ihre Position gibt es? Fragen Sie im Zweifelsfall Freunde oder Kollegen. Recherchieren Sie auch, ob es Untersuchungen, Studien etc. gibt, die Ihre Position stärken bzw. schwächen könnten.

Tipp 3: Keine Diskussion über Meinungen
Über manche Dinge lässt sich schlecht diskutieren. Dazu gehören bspw. feststehende Tatsachen und subjektive Ansichten. Jedes Argument, dass Sie in einem solchen Fall vorbringen werden, ist verschwendete Zeit. Verzichten Sie also von vornherein darauf, über diesen Punkt weiter zu diskutieren, und lenken Sie das Gespräch besser auf einen anderen Aspekt.
 


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Qualitätsmanagement

Susanne Langer
Liebe Leserin, lieber Leser,

Die  5. Novelle der Verpackungsverordnung (VerpackV) will vor allem eins sicherstellen: Die haushaltsnahe Entsorgung von Verpackungen. Für den Verbraucher ändert sich kaum etwas. Doch Ihre Prozesse ändern sich und fließen damit auch in Ihr Qualitätsmanagement ein.

Fast ausnahmslos müssen nun beispielsweise alle Verpackungen bei dualen Systemen lizensiert werden. Lesen Sie, worauf Sie gesondert achten müssen, wenn Sie die 5. Novelle der Verpackungsverordnung in Ihrem Unternehmen umsetzen.

Viele kurze Pausen bringen mehr als 2 lange Pausen. Wer seine Auszeiten an den Biorhythmus anpasst, ist deutlich leistungsstärker. Sorgen Sie dafür, dass es Pausenregelungen gibt, die Ihrem Mitarbeiter helfen, sich im Herstellungsprozess beinahe 100% konzentrieren zu können. Das wird sich in der Qualität bemerkbar machen.

Ich wünsche Ihnen leistungsstarke Mitarbeiter


Ihre

Unterschrift Susanne Langer

Susanne Langer
Diplom-Physikerin,
Chefredakteurin von "Der Qualitätsmanagementbeauftragte Produktion"
 


Pausen nach Biorhythmus – So steigern Sie die Prozessqualität

Mit diesen Tipps steigern Sie die Prozessqualität:

1. Maximal 70 Minuten höchste Aufmerksamkeit


Eine optimale Arbeitseinteilung berücksichtigt das biologische Auf und Ab der Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit ist je nach Aufgabe sicherlich unterschiedlich und auch individuell abweichend. Tendenziell funktioniert der Biorhythmus jedoch bei allen gleich und unterliegt selben rhythmischen Schwankungen.

Fraunhofer-Forscher fanden heraus, dass ein maßgeblicher Zyklus für die Konzentrationsfähigkeit beim Menschen in einer Zeitspanne von 90 Minuten schwingt. Diesen Zyklus bezeichnen die Chronobiologen als Basic Rest Activity Circle (BRAC). Nach ca. 70 Minuten hoher Konzentration setzt das Konzentrationstief von etwa 20 Minuten ein. Es dient schlicht der Erholungsphase, um zum neuen Zyklus und der erneuten Leistungshöhe von ca. 70 Minuten überzugehen.

2. Bringen Sie diese Erkenntnis in die Pausenregelung mit ein

Das Arbeitszeitgesetz fordert erst nach 6 Stunden Arbeitszeit eine Pause von 30 Minuten. Nach den Erkenntnissen klingt das nicht effizient. Denn Ihr Mitarbeiter hat in diesen 6 Stunden auch eine komplette Stunde und zwanzig Minuten damit zugebracht, nicht konzentriert zu arbeiten, vielleicht auch fehlerhafte Arbeit geleistet.

In der Praxis sollten Sie gerade bei geistig anstrengenden Tätigkeiten dafür sorgen, eher eine flexible Pausenregelung anzustreben. Dabei sollten Sie aber auch unbedingt beachten, dass Sie Minimumanforderungen an die Pausenregelungen stellen. Gerade Mütter mit vielen Verpflichtungen neigen dazu, nahezu komplett durchzuarbeiten, wenn sie Freiheiten in der Pausengestaltung haben.

Sie rufen ihre Verpflichtungsgefühle gegenüber Familie und Haushalt regelmäßig ab und „sparen“ die Zeit lieber ein. Manche bauen nach diesem Schema sogar noch Überstunden auf, um Tage raus zu arbeiten.

3. Häufiger kleine Pausen statt weniger lange Pausen

Rein mathematisch erhalten Sie eine höhere Produktivität, wenn Sie die wenigen langen Pausen gegen mehrere kleine Pausen tauschen. Der positive Effekt ist bei den unterschiedlichsten Arbeiten auch in der Praxis nachgewiesen. Mitarbeiter mit kreativen Aufgaben werden einfallsreicher, bei körperlichen Arbeiten sinken die Herz-Kreislaufbelastung und die Zahl der Arbeitsunfälle.

Arbeiten mit hohem geistigen Niveau werden produktiver erledigt. Oft wird ein Höchstmaß an Konzentration und Präzision gefordert. Diese Leistungsbereitschaft können Sie nur mit ausgeruhten und erholten Mitarbeitern erreichen.

4. Wenn die Pause keine „Pause“ ist

Gibt es in Ihrem Unternehmen für jeden Mitarbeiter einen Pausenraum? Dies ist eine wichtige Voraussetzung, denn ein Tapetenwechsel für den Mitarbeiter ist wichtig. Die Pause soll schließlich seine Tätigkeit unterbrechen und für das notwendige Entspannungsgefühl sorgen.

Nutzt ein Mitarbeiter die kurze Pause, um ein ärgerliches Telefonat mit einer Behörde zu führen stellt sich ihm kein Pausengefühl ein, genau so geht es dem Mitarbeiter, der an seinem Bildschirmarbeitsplatz fest hängt und private E-Mails beantwortet.

5. Orte zum Entspannen

Immer mehr Unternehmen erkennen bereits die positive Wirkung kurzer Unterbrechungen und schaffen geeignete Möglichkeiten wie Gärten, Parks und Ruheräume. Der Fantasie sind in diesem Bereich keine Grenzen gesetzt. Nahezu alles aus dem Bereich der Wellness wie Saunen, Schlafkabinen mit Musik oder Kurzvideos, große Aquarien, Massagen etc. lässt sich auch in Betrieben nutzen und kann so die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter steigern.

6. Tradition Mittagspause

Die Pause zur Mittagszeit, darf der neuen Pausenregelung natürlich nicht zum Opfer fallen. Nach der Esseneinnahme entzieht der Verdauungsvorgang dem Gehirn eine Menge Sauerstoff, so dass immer eine leichte Müdigkeit eintritt. Geben Sie Ihrem Mitarbeiter also die Zeit, auch noch einen kleinen Spaziergang zu machen. Die „verlorene“ zusätzliche Arbeitszeit von vielleicht 15 Minuten holt Ihr gut ausgeruhter und motivierter Mitarbeiter locker wieder herein.
 


Die 5. Novelle der Verpackungsverordnung: Das sollten Sie beachten

Die 5. Verpackungsnovelle ist am 1. Januar 2009 in Kraft getreten. Sie soll die Entsorgung beim privaten Endverbraucher sicherstellen. Daher stellt der Gesetzgeber höchste Anforderungen an Verkaufsverpackungen, also an die Verpackungen, die beim Endverbraucher landen.

Zunächst ändert sich die Definition, wer als „privater Endverbraucher“ anzusehen ist.

„Private Endverbraucher sind Haushaltungen und vergleichbare Anfallstellen von Verpackungen, insbesondere Gaststätten, Hotels, Kantinen, Verwaltungen, Kasernen, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen, karitative Einrichtungen, Freiberufler und typische Anfallstellen des Kulturbereichs wie Kinos, Opern und Museen, sowie des Freizeitbereichs wie Ferienanlagen, Freizeitparks, Sportstadien und Raststätten.“

Bringen Sie verpackte Waren erstmals in den Verkehr, dann hat Ihr Unternehmen gleichzeitig eine Rücknahmepflicht. Die bisherige Alternative einer Selbstentsorgung wird stark eingeschränkt. Es sind nur noch zwei Ausnahmen zulässig, wenn Sie gewisse Verwertungsquoten einhalten oder einer Branche angehören, für die Ausnahmen zulässig sind. Sie müssen fast zwangsläufig am „Dualen System“ teilnehmen.

Die derzeit zugelassenen „Duale Systeme“ sind:
  • BellandVision GmbH (www.bellandvision.de)
  • Der grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH (www.gruener-punkt.de)
  • EKO-PUNKT GmbH (www.eko-punkt.de)
  • INTERSEROH Dienstleistungs GmbH (www.interseroh-isd.de)
  • Landbell AG für Rückholsysteme (www.landbell.de)
  • Redual GmbH & Co. KG (www.redual.de)
  • Veolia Umweltservice Dual GmbH (www.veolia-umweltservice.de/dual)
  • VfW GmbH (www2.vfw-gmbh.eu)
  • Zentek GmbH & Co. KG (www.zentek.de)

Überschreitet Ihr Unternehmen bestimmte Verpackungs-Mengen pro Jahr, dann muss Ihr Unternehmen zum 01. Mai eine Vollständigkeitserklärung abgeben.

Das gilt für folgende Mengenschwellen:
  • mehr als 80 t Glas,
  • mehr als 50 t Papier/Pappe/Karton
  • mehr als 30 t Weißblech/Aluminium/Kunststoffe/Verbunde

Jede Verkaufsverpackung, die Sie im letzten Jahr in Verkehr gebracht haben muss aufgelistet werden und darüber müssen Sie mit Ihren Aufzeichnungen Auskunft geben:
  • Angaben zur Verwertung von b2b-Verkaufsverpackungen
  • Aufteilung der b2c-Verpackungen nach dualen Systemen
  • Aufteilung der b2b und b2c-Verpackungen nach Material
  • Materialart- und Mengen nach Branche
Befinden Sie sich unter den angegebenen Mengenschwellen, kann es trotzdem sein, dass eine Behörde Ihnen die Pflicht auferlegt, die Verpackung zurückzunehmen.

Praxistipp:
Bewahren Sie daher Ihre Unterlagen so auf, dass Sie zumindest Auskunft über Ihre Verpackungsmengen geben könnten, auch wenn Sie nicht damit rechnen, die Mengenschwellen zu überschreiten.


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Als QM-Beauftragter sind Sie dafür verantwortlich, die Liste der im letzten Jahr in den Verkehr gebrachten Verkaufsverpackungen zu erstellen.


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DIV Deutscher Ingenieur-Verlag
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