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DIV Ingenieur-Newsletter




DIV Ingenieur-Newsletter: Ihr persönlicher Themenmix vom 18.02.2009

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Dies sind Ihre Themen:


Jetzt den VDMA-Branchenführer Oberflächentechnik kostenfrei bestellen
4 Tipps für ein konstruktives Kritikgespräch

Ist die Zukunft drahtlos?
Mit dieser Checkliste zur richtigen Gesprächsführung

4 Empfehlungen für einen korrekten Potenzialausgleich,damit Sie immer auf der sicheren Seite sind
5 Tipps, wie Sie bei Kundengesprächen der Routinefalle entgehen

Das Hamburger Modell – die beste Möglichkeit, Ihren Mitarbeiter nach einem Betriebsunfall oder einer Krankheit wieder einzugliedern!
Deutschlands beste Arbeitgeber



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Managementwissen für Ingenieure & technische Führungskräfte

Michaele Gartz
Liebe Leserin, lieber Leser,


niemand kritisiert gern die Arbeit eines anderen. Das geht Ihnen als technische Führungskraft nicht anders als anderen. Allein das Wort „Kritik“ weckt bei den meisten Menschen negative Assoziationen und unangenehme Erinnerungen.

Kein Wunder, denn die wenigsten Führungskräfte verstehen es, Kritik so zu äußern, dass es als ein Feedback auf die Arbeit, das Verhalten oder die Fähigkeiten des jeweiligen Mitarbeiters verstanden werden kann. Häufig wird der Kritisierte herabgesetzt.

Der zu kritisierende Sachverhalt gerät zur Nebensache. Eine Verhaltensänderung erreichen Sie damit jedoch nicht.
Im Gegenteil: Der Kritisierte wird mit allen Mitteln versuchen, seine eigene Person zu verteidigen.

Wie Sie Ihren Mitarbeiter konstruktiv kritisieren und so zu einer Verhaltensänderung bewegen, ohne ihn bloßzustellen, erfahren Sie in unseren 4 Tipps weiter unten.

Viel Erfolg für die Umsetzung.


Ihre
Unterschrift Michaele Gartz

Michaele Gartz
Redakteurin der
"Kompakt-Infos für technische Führungskräfte"


Jetzt den VDMA-Branchenführer Oberflächentechnik kostenfrei bestellen

Welchen Nutzen bietet Oberflächentechnik und wer liefert Komponenten, Anlagen oder Prozesse? Zu diesen Fragen informiert die Fachabteilung Oberflächentechnik des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in einer Publikation. Die Imagebroschüre Oberflächentechnik wurde überarbeitet und in 6. Auflage herausgegeben.

In Unternehmensprofilen stellen sich Mitglieder der Fachabteilung Oberflächentechnik detailliert mit ihrem Leistungsspektrum vor. Das Lieferverzeichnis informiert über das Angebot zu Maschinen, Anlagen und Applikationstechnik. Es umfasst die Bereiche Vorbehandlung, Beschichtung, Lüftungstechnik, Trocknung und Industrielle Plasma-Oberflächentechnik. Das Lieferverzeichnis ist auch in Türkisch und Russisch ausgeführt.

Sie können die Broschüre „Oberflächentechnik - dekorativ, werterhaltend, umweltbewusst“ kostenfrei unter oberflaeche@vdma.org anfordern. Sie kann auch über die Homepage des Verbandes (www.vdma.org) heruntergeladen werden.
 


4 Tipps für ein konstruktives Kritikgespräch

Niemand kritisiert gern einen Kollegen oder Mitarbeiter. Trotzdem gibt es Situationen, in denen es unvermeidbar ist. Mit den folgenden 4 Tipps schaffen Sie es, Ihre Mitarbeiter zu kritisieren, ohne sie zu demotivieren:

Tipp 1: Vermeiden Sie Vorwürfe
Diese führen fast immer in eine Sackgasse. Statt sich auf eine Lösung des Problems zu konzentrieren, wird Ihr Gegenüber versuchen, sich zu verteidigen. Fragen Sie Ihren Mitarbeiter stattdessen, was wirklich los ist, und suchen Sie gemeinsam mit ihm nach einer Lösung.

Tipp 2: Kritisieren Sie die Sache
Kritisieren Sie aber nicht die Person. Nur wenn Ihr Mitarbeiter sich als Person akzeptiert fühlt, entsteht eine Atmosphäre, in der er offen für Kritik ist. Formulieren Sie daher Ich-Botschaften („Ich habe in der letzten Zeit beobachtet, dass…“).

Tipp 3: Fragen Sie nach
Stellen Sie die Fragen aber so, dass Ihr Mitarbeiter sie nicht nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten kann. Hören Sie zu und stellen Sie Verständnisfragen. So fühlt er sich ernst genommen. Außerdem regen Sie ihn so zum Nachdenken an. Ihr Mitarbeiter findet so schneller eigene Lösungsmöglichkeiten für das Problem.

Tipp 4: Setzen Sie sich ein Gesprächsziel
Überlegen Sie: Was wollen Sie mit dem Gespräch erreichen? Was soll der Mitarbeiter nach dem Gespräch wissen oder machen? Orientieren Sie sich an Ihrem Gesprächsziel. Damit vermeiden Sie, zu weit vom eigentlichen Thema abzukommen.


Übrigens:
Mehr zum Thema finden Sie im „Praxishandbuch für technische Führungskräfte“, zum Beispiel in unserem Beitrag K 77 „So kritisieren Sie - ohne zu verletzen“.

Als Abonnent haben Sie außerdem Zugang zu einem passwortgeschützten Exklusivbereich. Dort können Sie weitere Beiträge zu diesem wie auch zu vielen anderen Themen downloaden.
 


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Achtung Qualitätsmanager!

Der Qualitätsmanagementbeauftragte in der Produktion
Mit dieser Spezial-Strategie machen Sie sich unersetzlich:

Haben Sie als Qualitätsmanagement-Beauftragter auch manchmal mit skeptischen Bemerkungen zu kämpfen:
  • „Was macht der denn überhaupt?“ oder
  • „Durch den wird doch kein Stück mehr produziert!“

Dass in Wirklichkeit Sie erst eine totale Kundenzufriedenheit möglich machen … und Produkte sperren, die den Standards nicht genügen ... all das wird leider oft übersehen. Zu Unrecht!

Doch Sie können aktiv gegensteuern: Das Praxis-Know-How dazu liefert Ihnen Monat für Monat neu der neue Spezial-Management-Ratgeber „Der Qualitätsmanagementbeauftragte Produktion“.

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Instandhaltung

Werner Böcker
Liebe Leserin, lieber Leser,


die drahtlose Kommunikation scheint in alle Bereiche Ihres Arbeitsalltags vorzudringen. Die Vorteile scheinen so vielfältig wie die Vorurteile: einfache Installation, flexibler Einsatz, geringe Investitionen, aber unausgereifte Standards, geringe Zuverlässigkeit und inkompatible Systeme?

Sind die neuen „Wireless“-Lösungen wirklich dabei, das gute alte Kabel vollständig zu verdrängen oder sind sie eher eine
Marketing-Strategie?
Lesen Sie dazu den folgenden Beitrag.


Ihr
Unterschrift Werner Böcker

Werner Böcker,
Chefredakteur von "Instandhaltung in der Praxis"


Ist die Zukunft drahtlos?

Im Betrieb kommt es immer wieder vor, dass Sie eine Leitung von a nach b verlegen müssen, aber diese scheinbar so simple Aufgabe nur schwer zu realisieren ist. Besonders bei beweglichen und mobilen Vorrichtungen kann das Vorhaben sehr schnell scheitern.

Aber auch hohe Temperaturen, Gase, Chemikalien, mechanische Belastungen und hohe elektromagnetische Feldstärken können eine Leitungsverlegung erschweren oder gar unmöglich machen.

Hier bieten sich drahtlose Verbindungen an, doch ist eine Funkstrecke lediglich ein Kabelersatz und wo liegen die Schwächen und die Stärken?

Die Zeiten in denen Funkverbindungen als unsicher galten und nur als Notlösung dienten sind vorbei. Mittlerweile werden für nahezu alle Anforderungen auch Produkte ohne Kabelverbindung angeboten. Die Forderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit stehen dabei den drahtgebundenen Systemen in nichts nach.

Zu unterscheiden sind momentan folgende Gruppen:
  • 433/868 MHz Band: Hier finden Sie nicht standardisierte Produkte wie Torfernsteuerungen etc. Für den industriellen Bereich ist diese Kategorie nur bedingt zu empfehlen.
  • Bluetooth: Dabei handelt es sich um einen Funk-Netzwerk-Standard. Für Bluetooth gibt es mittlerweile viele spezielle Produkte für den industriellen Bereich. Reichweite bis zu einigen 10 m.
  • Zigbee: Ähnlich wie Bluetooth, bietet aber eine wesentlich höhere  Anzahl von Netzwerkteilnehmern. Zigbee hat auf Grund des jungen Alters noch keine Verbreitung in der Industrie erreicht. Reichweite bis ca. 100 m.
  • WLAN: Netzwerklösung mit hoher Reichweite (300 m im Innenbereich) und sehr hohen Datenraten. Für Computernetzwerke geeignet.
  • Kabelmodems: Hier handelt es sich um kleine Modems, die an 2 Stellen eines Kabels angeschlossen werden und so eine kabellose Strecke ohne Konfiguration verbinden.
  • Infrarot-Datenübertragung: Beim IrDA werden die Daten mittels Infrarotlicht übertragen. Vorausgesetzt Sender und Empfänger stehen im Sichtkontakt sind diese Systeme sehr kostengünstig. Die Linsen dürfen aber nicht verschmutzen.


Mit dieser Checkliste zur richtigen Gesprächsführung

Sie führen täglich Gespräche, aber erreichen Sie dabei auch immer Ihr Ziel? Mit den folgenden Punkten gelingt Ihnen das und Sie ersparen sich viel verschwendete Zeit.

Checkliste: So führen Sie effiziente Gespräche

Gesprächsvorbereitung:

Haben Sie sich für Ihr Gespräch klare Ziele gesetzt?·   
Was möchten Sie erreichen? ·   
Welche Informationen möchten Sie erhalten oder vermitteln?   
  • Legen Sie die Gesprächsform fest (Gruppen- oder Einzelgespräch)    
  • Vereinbaren Sie einen verbindlichen Termin 
  • Planen Sie genug Zeit für das Gespräch ein   
  • Reservieren Sie evtl. den Besprechungsraum im Betrieb   
Während des Gesprächs:
  • Hören Sie aufmerksam zu und lassen Sie den anderen aussprechen   
  • Versuchen Sie die Sichtweise Ihres Gegenübers zu verstehen   
  • Verwenden Sie offene Fragen (Warum, Weshalb, Wieso), also Fragen, die nicht nur mit Ja oder Nein zu beantworten sind  
  • Formulieren Sie Ihre Sichtweise immer in der „Ich“-Form und vermeiden Sie die allgemeine „Man“-Form  
  • Formulieren Sie Kritikpunkte als Frage („Kann es sein, dass Sie gestern vergessen haben, die Sicherung der Maschine zurück zu setzen?“)  
  • Verfolgen Sie während des Gesprächs Ihr Ziel und schweifen Sie nicht ab   


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Herausforderung Kurzarbeit

So führen Sie Kurzarbeit rechtssicher in Ihrem Betrieb ein und müssen keinem Ihrer Mitarbeiter kündigen.

In diesem Intensiv-Seminar zeigt Ihnen Dr. Stephan Osnabrügge (Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht), wie Sie Schritt-für-Schritt vorgehen sollten.

Alle wichtigen Anleitungen, Richtlinien und Gesetze erhalten Sie zusammengefasst und geprüft als Grundlage und Gedächtnisstütze für die Einführung der Kurzarbeit im Ihrem Betrieb.

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Betriebsleitung

Michaele Gartz
Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn Sie als Betriebsleiter schon lange in einem Betrieb oder in einer Branche beschäftigt sind, kennen Sie Ihre Kunden sehr genau. Im Umgang mit ihnen und ihren Wünschen sind Sie deshalb „ein alter Hase“. Eine gewisse Routine ist bei der Erledigung alltäglicher Aufgaben im Berufsleben normalerweise auch von großem Vorteil.

Doch gerade diese Routine birgt auch Gefahren: Statt genau zuzuhören und auf die Wünsche Ihres Kunden einzugehen, orientieren Sie sich an dem Bild, das Sie sich bereits in früheren Gesprächen über ihn gemacht haben. Mit dieser Einstellung verprellen Sie aber auf Dauer den besten Kunden. Und das wollen Sie schließlich nicht.

Entgehen Sie deshalb so schnell wie möglich der Routinefalle. Wie Sie das schaffen, erfahren Sie in unseren 5 Tipps weiter unten.
Viel Erfolg für die Umsetzung.


Ihre
Unterschrift Michaele Gartz

Michaele Gartz,
Chefredakteurin von "Betriebsleitung aktuell"


4 Empfehlungen für einen korrekten Potenzialausgleich,damit Sie immer auf der sicheren Seite sind

Treten Potenzialunterschiede ungewollt auf, stellen sie eine große Gefahr für Menschen und Maschinen dar. Wird nämlich dieser Spannungsunterschied durch ein leitfähiges Objekt verbunden, so fließt ein Ausgleichsstrom, der den Potenzialausgleich herbeiführt.

Normalerweise werden alle Spannungen auf das Massepotenzial des Erdreiches bezogen, das mit 0 V definiert ist. Im einfachen Fehlerfall (es tritt nur eine Fehlerquelle in Erscheinung) ist die Körperspannung immer auf Masse bezogen.

Treten 2 Fehlerquellen auf, gibt es 3 Wege, auf denen ein Strom durch den Körper oder ein leitfähiges System fließen kann:
  • Vom Fehlerpotenzial V1 über den Körper nach Masse
  • Vom Fehlerpotenzial V2 über den Körper nach Masse
  • Vom Fehlerpotenzial V1 über den Körper zum Potenzial V2

Ziel eines Potenzialausgleichs

Bei Maschinen und Geräten ist dieser Potenzialausgleich durch die Schutzerdung gewährleistet. Voraussetzung dafür ist die niederohmige Verbindung über ein intaktes Schutzleiternetznetz.

Der „allgemeine Potenzialausgleich“ bezieht sich auf leitfähige Teile eines Gebäudes, die nicht direkt einer elektrischen Anlage oder einem Gerät zugeordnet werden:
  • Geländer
  •  Stahlträger
  •  Manuell betriebene Krankonstruktionen
  •  Trassen
  •  Leitern
  •  Rohrleitungen

Die DIN VDE 0100 fordert einen Potenzialausgleich,wenn Spannungen durch leitfähige Konstruktionen in ein Gebäude oder von Raum zu Raum übertragen werden können. Diese Definition ist auf ein Industriegebäude nicht leicht zu übertragen. Da große Metallflächen oder sehr lange leitende Konstruktion auch durch elektromagnetische Felder aufgeladen werden können, ist die direkte Nachbarschaft von elektrischen Komponenten nicht immer erforderlich.

Mit den folgenden Schritten sind Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite:
  • Sorgen Sie für eine optimale Fundamenterdung, möglichst aus Edelstahl.
  •  Lassen Sie die Erdungswiderstände und die Niederohmigkeit des Potenzialausgleichs regelmäßig von einem Fachunternehmen kontrollieren.
  • Beziehen Sie wenn möglich alle größeren Metallkonstruktionen in den Potenzialausgleich mit ein. Das kann durch Verbinden mit Leitungen geschehen oder konstruktiv z. B. durch eine leitende Montage auf dem Betonfußboden.
  • Dokumentieren Sie den Potenzialausgleich in jedem Detail. So vermeiden Sie eine Unterbrechung der leitfähigen Verbindung bei der Demontage bestimmter Teile.


5 Tipps, wie Sie bei Kundengesprächen der Routinefalle entgehen

Eine gewisse Routine hat für Sie als Betriebsleiter zwar viele Vorteile, birgt aber gerade bei Kundengesprächen auch gewisse Gefahren. Wie Sie die vermeiden, erfahren Sie nachfolgend:

Tipp 1: Achten Sie auf Veränderungen
Achten Sie bei Ihrem Kundenbesuch nicht nur auf das Gewohnte, sondern auch auf Veränderungen.

Tipp 2: Hören Sie Ihrem Kunden genau zu
Bringen Sie erst dann Ihre Argumente, wenn Sie seine Wünsche genau kennen (auch wenn Ihnen Ihr Kunde seine Wünsche nicht zum ersten Mal nennt).

Tipp 3: Machen Sei sich die Unterschiede bewusst
Sie kennen Ihren Kunden zwar schon einige Jahre und können deshalb einige Parallelen zwischen Ihnen und ihm nennen. Kennen Sie aber auch die größten Unterschiede? Falls nicht, dann machen Sie sich diese vor dem nächsten Gespräch doch einmal bewusst.

Tipp 4: Achten Sie auf mögliche Reaktionen
Versuchen Sie, möglichst viele Eindrücke während des Gesprächs wahrzunehmen: Ihr Kunde berichtet zwar wiederholt von der bevorstehenden Expansion. Doch ist er dieses Mal noch genauso begeistert wie beim letzten Gespräch?

Tipp 5: Prüfen Sie Ihr Bild vom Kunden
Haben Sie Ihren Kunden bereits „in eine Schublade gesteckt“? Falls ja, dann holen Sie ihn in regelmäßigen Abständen dort wieder hervor und überprüfen Sie, ob Ihr Bild von ihm mit der Realität noch übereinstimmt.


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Zu viel E-Mails, zu viel Papier?

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Qualitätsmanagement

Susanne Langer
Liebe Leserin, lieber Leser,


fällt Ihr Mitarbeiter aufgrund eines Betriebsunfalls für lange Zeit aus, dann kann es beim Wiedereinstieg zu unerwarteten Pannen und Störungen kommen. Das kann auch die Qualität Ihrer Produkte negativ beeinflussen.

Bieten Sie beispielsweise Ihrem Mitarbeiter nach vielen Wochen Abwesenheit seinen alten Job mit 40 Stunden wieder an, kann dies physische und psychische Folgen für Ihren Mitarbeiter haben: Ist er noch nicht 100% gesund, reicht er vielleicht nicht sofort an seine frühere Leistungen heran. Das nagt auch am Selbstbewusstsein.

Mit dem Hamburger Modell können Sie Mitarbeiter reibungsfreier wieder in den Firmenalltag integrieren.

Gute Arbeit und gute Arbeitgeber sind Motor für herausragende Qualität. Ein faires Miteinander sorgt gerade auch in Krisenzeiten für die wichtigsten Konstanten im Unternehmen.

Einmal im Jahr haben Arbeitgeber die Möglichkeit, sich dem wichtigsten Wettbewerb „Great Place to Work“ zu stellen. In diesem Jahr wurden 56.000 Arbeitnehmer anonym befragt – und als Sieger der großen Firmen ging die Technikerkrankenkasse hervor.

Vielleicht bewerben auch Sie sich als „Great Place to Work“ in der nächsten Ausschreibung.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.


Ihre

Unterschrift Susanne Langer

Susanne Langer
Diplom-Physikerin,
Chefredakteurin von "Der Qualitätsmanagementbeauftragte Produktion"
 


Das Hamburger Modell – die beste Möglichkeit, Ihren Mitarbeiter nach einem Betriebsunfall oder einer Krankheit wieder einzugliedern!

Auch wenn Sie es gut gemeint haben, und Ihrem Mitarbeiter schnell vertraute Aufgaben zurückgeben, kann eine plötzliche Überlastung allen Beteiligten im Unternehmen schaden. Gewinnen Sie Ihren Mitarbeiter lieber langfristig wieder als volle Arbeitskraft. 

1. Das Hamburger Modell ermöglicht eine stufenweise Wiedereingliederung

War Ihr Mitarbeiter arbeitsunfähig, dann kann er mit dem Hamburger Modell stufenweise wieder an Tätigkeiten in Ihrem Unternehmen herangeführt werden. Geregelt ist das Hamburger Modell im Sozialgesetzbuch (§ 74 SGB V). Die stufenweise Anpassung ist innerhalb weniger Wochen, aber auch mehrerer Monate möglich.

2. Rentenversicherung oder Krankenversicherung tragen die Maßnahme


Für Kranken- und Rentenversicherung verursachen ausgefallene Leute hohe Kosten. Darum sind gerade diese Träger bemüht, die Maßnahme gern über einen längeren Zeitraum zu finanzieren, wenn Aussicht auf Erfolg besteht. Eine erfolgreich eingegliederte Person bedeutet beim Träger: Einnahmen statt Kosten.

3. Checkliste: Abläufe, Rechte und Pflichten - das müssen Sie beachten und wissen

  • Ihr Arbeitnehmer muss zunächst als arbeitsunfähig gelten, damit er mit dem Hamburger Modell wieder eingegliedert werden kann.
  • Ihr Arbeitnehmer muss eine ärztliche Feststellung zusammen mit einer Prognose erbringen , wann und unter welchen Umständen der Arbeitnehmer wieder arbeitsfähig sein könnte. Der Eingliederungsplan muss mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden. Arbeitnehmer und Arzt unterschreiben die Formulare, die der behandelnde Arzt aushändigt.
  • Des Weiteren ist die Zustimmung Ihres Unternehmens notwendig. Der Arbeitgeber ist nicht dazu verpflichtet, dem Modell zuzustimmen, es sein denn, es betrifft den Schwerbehindertenbereich (§ 1 SGB). Wollen Sie Ihren Mitarbeiter behalten, sollten Sie es natürlich tun. Schicken Sie aus dem Formularsatz dazu das entsprechende Formblatt mit Ihrer Zustimmung an die Krankenkasse.
  • Dies sichert dem Arbeitnehmer den Bezug von Lohnersatzleistungen zu.
  • Die Eingliederung (rechtlich eine Rehabilitation) muss arbeitsrechtlich vertraglich gesondert vereinbart werden, Hierin wird die vom Arbeitsvertrag abweichende Art der Beschäftigung festgehalten
  • Dauert die Wiedereingliederungsmaßnahme länger als 6 Monate, kann der Träger eine Rehabilitation anzweifeln. In dem Fall schaltet sich oft der Medizinische Dienst der Krankenkasse ein.
  • Der Arbeitnehmer muss Übergangsgeld / Krankengeld beim Träger (seiner Rentenversicherung oder Krankenkasse) beantragen.
  • Mit Beginn der Eingliederungsmaßnahme erhält der Arbeitnehmer Krankengeld / Übergangsgeld. Dem Unternehmen entstehen während dieser Zeit keine Kosten.
  • Der Arbeitnehmer gilt vor dem Gesetz weiterhin als arbeitsunfähig im Zeitraum der Maßnahme. Das heißt, Sie als Arbeitgeber haben während der Maßnahme auch keinen Anspruch auf die Arbeitsleistung, es handelt sich nicht um einen Teilarbeitsvertrag.
  • Der Arbeitnehmer hat aus gesundheitlichen Gründen die Möglichkeit zum Abbruch der Maßnahme.
  • Bleibt der Arbeitnehmer mindestens 7 Tage während des Maßnahmezeitraums daheim, gilt die Maßnahme als gescheitert. Ausnahme: Ihr Mitarbeiter bleibt z.B. wegen einer Erkältung der Arbeit fern, dann können Sie einen Fortbestand beim Träger anstreben. Das sollten Sie bei Erfolgsaussichten tun.

4. Bereiten Sie das Team vor


Achten Sie darauf, dass Ihr wiederkehrender Mitarbeiter von seinem Team gut aufgenommen wird, auch wenn er „nur“ 2 Stunden am Tag arbeitet. Stößt der Mitarbeiter auf Unverständnis, kommen zu den körperlichen Beschwerden wahrscheinlich noch psychische Probleme hinzu.
Erklären Sie dem Team vorher, dass es sich um einen freiwilligen Antrag Ihres Mitarbeiters handelt, wieder eine Tätigkeit aufzunehmen und bitten Sie um aktive Unterstützung und Umsicht.

Praxis-Tipp:
Das große Thema Arbeitsschutz wird in Kleinen und mittleren Unternehmen oft Ihnen als Qualitätsmanager mit aufgebürdet. Den Themenblock Arbeitsschutz finden Sie in jeder Ausgabe von: "Der Qualitätsmanagementbeauftragte Produktion".


Deutschlands beste Arbeitgeber

Deutschlands beste Arbeitgeber erhielten im Februar 2009 im Bundesministerium für Arbeit und Soziales ihre Auszeichnungen. 257 kleine, mittlere und große Firmen hatten sich um diesen Titel beworben.

Auch in diesem Jahr war die Entscheidungsgrundlage für die Jury, die anonyme Befragung, die bei Mitarbeitern durchgeführt wurde. "Ich kann mir keinen besseren Arbeitgeber vorstellen." oder "Ich bin stolz, anderen erzählen zu können, wo ich arbeite." Dies sind zwei Meinungen von zufriedenen Befragten.

Im Durchschnitt aller Beschäftigten sagen nur 65 Prozent, dass sie mit ihrem Arbeitgeber zufrieden sind.

Gute Arbeit wird als Zukunftsmodell erkannt

Olaf Scholz, Bundesarbeitsminister betonte bei der Preisverleihung in Berlin: "Gute Arbeit und gute Arbeitgeber sind ein Zukunftsmodell, das unsere Volkswirtschaft stärker machen wird."

Gemeinsam mit Frank Hauser, Leiter des Great Place to Work Institute Deutschland, übereichte Scholz die Urkunden für "Deutschlands Beste Arbeitgeber 2009". Insgesamt wurden 100 Unternehmen aller Größenklassen, Branchen und Regionen für ihre besondere Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber ausgezeichnet.

Preisträger 2009

Der diesjährige Sieger des bundesweiten Wettbewerbs war bei den Großunternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten die "Techniker Krankenkasse". Auf den Plätzen zwei und drei folgten der Softwarekonzern "SAP" aus Walldorf und der Telekommunikationsdienstleister "Telefónica O2 Germany".

In der Kategorie mittelgroße Unternehmen mit 500 bis 5.000 Beschäftigten belegte der Finanzdienstleister "impuls Finanzmanagement" (München) den ersten Platz. Dahinter platzierten sich der Netzwerkausrüster "Cisco" (Hallbergmoos) und der Multi-Technologiekonzern "3M Deutschland" (Neuss).

Unter den Top 3 der KMU (Kleine und mittlere Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern) landeten in diesem Jahr die IT-Beratungshäuser "Consol Software" (München), "noventum consulting" (Münster) und "Pentasys" (München).

Gute Führung zahlt sich wirtschaftlich aus

Die Ergebnisse der neuesten Wettbewerbsrunde zeigen, dass Unternehmen aller Branchen und Größenklassen hochwertige und attraktive Arbeitsplätze schaffen könnten. Hauser findet genau diese Maßnahme auch dringend erforderlich, betrachte man doch den demographischen Wandel und den Fachkräftemangel, den Deutschland hat.

Der Bundesarbeitsminister ergänzte, die Preisträger zeigten eindrucksvoll, dass sich eine gute Führung, die den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Unterstützung und Wertschätzung entgegenbringe, auch wirtschaftlich auszahle.


Vorausgegangen war den Auszeichnungen eine ausführliche, anonyme Befragung der Beschäftigten zu zentralen Arbeitsplatzthemen, wie
  • Führung,
  • Zusammenarbeit,
  • berufliche Entwicklung,
  • Vergütung 
  • allgemeine Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz.
Außerdem wurde die Qualität der Maßnahmen und Programme der Personalarbeit der Unternehmen eingehend untersucht.

Im Mittelpunkt standen
  • Glaubwürdigkeit und Fairness des Managements,
  • die Identifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und
  • der Teamgeist im Unternehmen.
Für die Untersuchung befragte das Great Place to Work Institute Deutschland mehr als 56.000 Beschäftigte in den 257 Teilnehmerunternehmen. Der Wettbewerb "Deutschlands Beste Arbeitgeber" ist Teil des europaweiten Great Place to Work Wettbewerbs "Europas Beste Arbeitgeber" in 16 europäischen Ländern.

Der seit 2002 jährlich durchgeführte Wettbewerb wird unterstützt durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und seine "Initiative Neue Qualität der Arbeit" (INQA). Anmeldungen zum kommenden Wettbewerb "Deutschlands Beste Arbeitgeber 2010" sind ab sofort möglich unter: www.greatplacetowork.de


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Gesprächs-Check:

Gesprächscheck Mitarbeitergespräche: Wie bringen Sie einen Mitarbeiter zum Reden, wenn Sie ihm jedes Wort „aus der Nase ziehen“ müssen?

Als Führungskraft müssen Sie oft aus heiterem Himmel ein Gespräch führen. Doch jeder Mitarbeiter ist anders. Mit einem Gespräch nach „Schema F“ kommen Sie also nicht weiter.

Mit dem Praxis-Leitfaden „Gesprächs-Check“ erhalten Sie mehrere Dutzend fertig zu übernehmende Checklisten, Muster und Kopiervorlagen, mit denen Sie praktisch jede Gesprächssituation im Unternehmensalltag sicher meistern:
  • Gesprächsvorbereitung 
  • Schlagfertig auf Killerphrasen reagieren
  • Wie Sie Einwände entkräften
  • Beurteilungsgespräche
  • Bewerber-Interviews
  • Feedback-Gespräche
  • Jahresgespräche
  • Richtig kritisieren
  • Mobbing-Gespräche
  • Verhandlungen richtig vorbereiten und führen
  • Zielvereinbarungsgespräche
  • Kritikgespräche für spezielle Fälle wie z. B. Alkoholsucht, Zuspätkommen oder Schlechtleistung

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