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DIV Ingenieur-Newsletter




DIV Ingenieur-Newsletter: Ihr persönlicher Themenmix vom 26.8.2009

Dies sind Ihre Themen:


VDI-Gesellschaft Materials Engineering gegründet
Checkliste: So entwickeln Sie eine Zukunftsversion für Ihre Produkte und Dienstleistungen

Steigende Gefahrenquelle: gefälschte Ersatzteile!
Checkliste: So schützen Sie sich vor gefälschten Ersatzteilen!

Gesetzliche Unfallversicherung: Auch Minijobber anmelden
So machen Sie die ersten Schritte hin zu einem Synchronen Produktionssystem

Das müssen Sie bei der Qualitätsprüfung beachten, um Ihre Fabrikationspflicht zu erfüllen!
36. Konferenz Normenpraxis "Zugang zu globalen Märkten“: Internationale Normen als Eintrittskarte für den weltweiten Handel



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Managementwissen für Ingenieure & technische Führungskräfte

Michaele Gartz
Liebe Leserin, lieber Leser,

die Zukunftsfähigkeit deutscher Unternehmen ist eines der wichtigen Themen unserer Zeit. Gerade nach den Beschränkungen, die die Finanz- und Wirtschaftskrise in den letzten Monaten mit sich gebracht hat, heißt es zu beweisen, dass Ihr Unternehmen beim zu erwartenden Aufschwung „die Nase vorn hat“. Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen sind deshalb ein wichtiges Zukunftskonzept. Doch anders als Forschungseinrichtungen, die finanziell gefördert und unterstützt werden, können Sie sich keine kostspieligen Experimente leisten. Deshalb heißt Ihr Auftrag klar, Ideen und Konzepte zu entwickeln, die Ihre Kunden verlangen.

Beziehen Sie bei der Entwicklung von neuen Ideen deshalb Ihre Kunden mit ein. Und denken Sie dabei vom Kundenbedarf her, nie vom technisch Machbaren. Tipps dazu erhalten Sie in unserer Checkliste weiter unten. Viel Erfolg für die Umsetzung.

Ihre
Unterschrift Michaele Gartz

Michaele Gartz
Redakteurin der
"Kompakt-Infos für technische Führungskräfte"


VDI-Gesellschaft Materials Engineering gegründet

Seit 1. Juli 2009 gibt es die neue VDI-Gesellschaft Materials Engineering (GME). Professor Dr. Heinz Voggenreiter wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt. Zur GME gehören die 3 Fachbereiche Werkstofftechnik, Nanotechnik und Kunststofftechnik. Künftig wird die Fachgesellschaft unter anderem Zukunftsszenarien für die nachhaltige Verfügbarkeit und Entwicklung von Werkstoffen sowie deren Verfahrenstechniken erarbeiten sowie gezielt den Nachwuchs in diesem Bereich fördern.

Die neue Fachgesellschaft GME ist Teil der neuen Struktur im VDI-Bereich Technik und Wissenschaft. Statt bisher 22 Fachgesellschaften gibt es jetzt durch Bündelung der Kompetenzen 10. Über die Grenzen der neuen 10 Fachgesellschaften hinweg haben VDI-Mitglieder künftig die Möglichkeit, aus über 50 Fachbereichen (Themenfeldern) 4 auszuwählen, die sie am meisten interessieren. Das Spektrum reicht von der Architektur über die technische Logistik bis hin zur Werkstofftechnik. Die neue Struktur stärkt nach Angaben des VDI das Leistungsangebot des VDI, schafft flexible Strukturen und erhöht besonders den Service für die Kunden, die VDI-Mitglieder.

Professor Dr. Heinz Voggenreiter hat zu der neuen VDI-Gesellschaft Materials Engineering ein Interview gegeben. Sie finden es unter www.vdi.de.


Checkliste: So entwickeln Sie eine Zukunftsversion für Ihre Produkte und Dienstleistungen

  1. Legen Sie die Zielgruppe fest, die Sie mit Ihrer Produktinnovation erreichen wollen – je konkreter, desto besser.    
  2. Bestimmen Sie einen zeitlichen Rahmen. In der Regel ist ein Zeitraum von 5 Jahren sinnvoll, da er überschaubar bleibt.    
  3. Ermitteln Sie, welchen Innovationsbedarf Ihre Kunden haben. Welche ungelösten Probleme gibt es?    
  4. Entwickeln Sie Lösungsmöglichkeiten aus Kundensicht. Legen Sie den Schwerpunkt auf den Zusammenhang mit Ihren Produkten und Dienstleistungen.    
  5. Ermitteln Sie den Lösungsbedarf. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihren Kunden, was Ihr Unternehmen bieten sollte, um eine optimale Zusammenarbeit auch in der Zukunft zu gewährleisten.    
  6. Klären Sie die technische Umsetzbarkeit. Ziehen Sie dafür Spezialisten heran, die die Machbarkeit untersuchen.    
  7. Seien Sie vorsichtig mit der Übertragung von Aufgaben an Externe. Die Konkurrenz schläft nicht. Und Ideenklau nachzuweisen, ist langwierig, teuer und manchmal sogar unmöglich.    
  8. Vergessen Sie nicht den Patent- oder Markenschutz. Das Deutsche Patent- und Markenamt hilft Ihnen weiter (www.dpma.de).


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Jetzt bleibt Ihr Zuhause von selbst ordentlich!

Wundern Sie sich auch, warum Ihr Zuhause einfach nicht aufgeräumt bleiben will? Dann fehlt es Ihnen nicht an Fleiß, sondern nur an einem passenden Ordnungssystem! Der „Einfach-Aufgeräumt-Kurs für Zuhause“ zeigt Ihnen jetzt, wie Sie in nur 6 Schritten Ihr persönliches System finden – und so nie wieder Aufräumen müssen.

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Instandhaltung

Werner Böcker
Liebe Leserin, lieber Leser,

als Leiter der Instandhaltung tragen Sie die Verantwortung für die Sicherheit von Menschen und Maschinen. Aufgrund des enormen Preisdrucks tauchen jedoch immer häufiger gefälschte Ersatzteile auf. Wie Sie Ihren Betrieb vor den enormen Risiken durch diese Plagiate schützen, lesen Sie hier.

Ihr
Unterschrift Werner Böcker

Werner Böcker,
Chefredakteur von "Instandhaltung in der Praxis"


Steigende Gefahrenquelle: gefälschte Ersatzteile!

Gefälschte Ersatzteile stellen ein großes Risiko dar:
  • Die Spezifikationen werden oft nicht eingehalten.
  • Es kann zu Schwierigkeiten bei der Gewährleistung von Folgeschäden kommen.
  • Ihre Wartungspläne geraten durcheinander.
  • In der Produktion kann es zu gravierenden Qualitätsverlusten kommen.
Aber das sind nur die direkten Folgen der Produktpiraterie. Die Auswirkungen auf die gesamte Marktwirtschaft sind noch viel verheerender. Nach Angabe der Internationalen Handelskammer beträgt der Anteil an gefälschten Markenprodukten mittlerweile 10 % des Welthandelsvolumens. Allein in Deutschland gehen dadurch 70.000 Arbeitsplätze verloren.

Ein Hauptgrund für diese Bedrohung ist natürlich die Globalisierung. An den Grenzen fallen die Kontrollen immer sporadischer aus. Das grenzüberschreitende Handelsvolumen soll (und darf laut Gesetzgebung) nicht behindert werden. Die freien und unkontrollierten Handelsräume werden immer größer. Aber es gibt noch weitere Faktoren, die es den Produktpiraten immer leichter machen:

1. Steigende Produktionsqualität in den Schwellenländern:
So widersprüchlich es klingt, aber die gestiegene Fertigungsqualität macht es einfach schwerer, eine Fälschung zu erkennen. Das bezieht sich dann aber auf die eher unwichtigen Produkteigenschaften wie Optik, Haptik und Akustik, die sofort ins Auge fallen.
 
2. Einsatz neuer Technologien:
3-D-Scanner, CAD-Technik, Rapid-Manufacturing … mit vielen  neuen Technologien ist es sehr einfach möglich, ein Produkt nachzubauen. Auch Handbücher, Zertifizierungsdokumente und Zulassungen sind auf diesem Weg einfach zu kopieren.

3. Sinkende Qualität bei Sekundärmerkmalen:
Der Preisdruck zwingt auch den Hersteller von Originalersatzteilen zu Einsparungen. Häufig betrifft das die sekundären Merkmale wie teure Verpackungen, hochwertige Handbücher, ausgefeilte Oberflächenbehandlungen etc. Auch das macht es den Fälschern leichter.

4. Häufige Produktveränderungen:
Wenn Sie immer ein und dieselbe Marke einsetzen, kennen Sie die Produkte bis ins kleinste Detail. Schon geringfügige Änderungen fallen Ihnen sofort auf. Auch Qualitätshersteller werden heutzutage aber auch häufig von mehreren Zulieferern beliefert. Die Folge ist, dass es das eindeutige Erscheinungsbild nicht mehr gibt.

Hinweis: Produktpiraterie ist nicht mit der Ersatzteilproduktion durch  Drittanbieter (third party) zu verwechseln. Drittanbieter versuchen zwar günstiger zu produzieren, bieten aber die volle Gewährleistung und arbeiten vollkommen legal. Ein Produktpirat erscheint nicht als Hersteller auf dem Markt, sondern täuscht vor, dass die Ersatzteile vom Originalanbieter produziert wurden. Er muss den Distributor täuschen. Es kommt auch vor, dass der Handel mit einem Produktpiraten gemeinsame Sache macht.  

Abhilfe können hier nur die eindeutige Identifizierung der Ersatzteile und eine mögliche Nachverfolgung bis zum Herkunftsbetrieb schaffen. Hier könnte sich einmal mehr die RFID (Radio Frequency Identification) als Schlüsseltechnologie bewähren.


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Wie Sie Ihr Know-how als Leiter der Instandhaltung konsequent und systematisch erweitern

Mit dem Instandhalten der Ihnen anvertrauten Anlagen ist es nicht getan. Damit von der Produktion bis zur Unternehmensleitung alle mit Ihrer Leistung zufrieden sind, müssen Sie über Dinge Bescheid wissen, die über die technische Instandhaltung weit hinausgehen. Deshalb erwartet man von Ihnen, dass Sie wissen,
  • wie Sie Ihre Instandhaltungsplanung und Betriebsmitteldisposition optimieren,wie Sie erhebliche Kosteneinsparungen erzielen,
  • wie Sie die neuesten Diagnosetechniken (z. B. die DIN 31051) einführen und anwenden,
  • wie Sie Ihre Mitarbeiter zu dauerhafter Höchstleistung motivieren,
  • wie Sie Arbeitsschutz, Umweltschutz und Betriebssicherheit überwachen,
  • wie Sie eine einwandfreie Dokumentation aller Daten, Vorfälle und Lösungen sicherstellen.
Zu all diesen Themen können Sie sich jetzt schnell und zuverlässig auf dem Laufenden halten. Lesen Sie Instandhaltung in der Praxis, den Fachinformationsdienst für Leiter der Instandhaltung. Fordern Sie jetzt unverbindlich ein kostenloses Ansichts-Exemplar an! Sie werden staunen, wie viel praktischen Nutzwert Sie dort finden!

Hier anfordern!


Checkliste: So schützen Sie sich vor gefälschten Ersatzteilen!

Mit ein paar einfachen Verhaltensregeln können Sie sich wirksam vor gefälschten Ersatzteilen schützen.

Checkliste: So schützen Sie sich vor Plagiaten
  • Fragen Sie beim Hersteller, welche Merkmale eine leichte Identifikation ermöglichen.
  • Lassen Sie sich im Vorfeld vom Hersteller oder Händler über Veränderungen informieren (Design, Material, Verpackung)
  • Fragen Sie den Distributor, welche Maßnahmen er trifft, um eine Rückverfolgung zu gewährleisten.
  • Gibt es Abweichungen von der bisherigen Ausführung, fragen Sie sofort beim Hersteller an, ob er diese Veränderungen vorgenommen hat.
  • Seien Sie besonders misstrauisch, wenn der Preis deutlich unter dem von anderen Angeboten liegt.
  • Melden Sie einen Verdacht sofort der Polizei. Produktpiraterie ist eine Straftat. Die Behörden haben geeignete Methoden, um den Sachverhalt zu klären. Oft liegen auch schon Meldungen von anderen Betrieben vor.


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Betriebsleitung

Michaele Gartz
Liebe Leserin, lieber Leser,

der Japaner Hitoshi Takeda ist der Begründer des Synchronen Produktionssystems (SPS), das auf die Synchronisation aller Prozesse zielt. Seit einigen Jahren wird SPS auch in vielen deutschen Unternehmen mit großem Erfolg eingesetzt.

Von insgesamt 35 Plätzen sind noch 17 Plätze frei. Sie als technische Führungskraft haben jetzt die Gelegenheit, live am Genba (japanisch: Ort des Geschehens) dabei zu sein. Hitoshi Takeda zeigt Ihnen persönlich, wie SPS im Werk erfolgreich umgesetzt wird. Ausgewählt dafür wurde die Firma Kemmlit in Dusslingen (bei Tübingen), die maßgeschneiderte Sanitärraumlösungen anbietet. Lernen Sie in diesem Praxis-Workshop vom 26. bis 28.10.2009, worauf es bei der Einführung von SPS ankommt und wie Sie Verbesserungen kurzfristig erzielen können.

Als Best-Practice-Referent wird Josef Kohnle, Produktionsleiter bei der Carl Zeiss AG, Geschäftsbereich Photoobjektive, darüber berichten, wie durch konsequentes Umsetzen von SPS nach 2 Jahren „die Losgrößen beispielsweise in der Dreherei von 150 Teilen auf 4 Teile reduziert werden“ konnten. Wie Joseph Kohnle dem DIV – Deutscher Ingenieur Verlag im Interview mitteilte, haben sich dadurch „die Durchlaufzeiten von Objektivgruppen von fast 6 Monaten auf 2 Tage verringert“.

Und wenn Sie mehr über die ersten Schritte hin zu einem Synchronen Produktionssystem wissen wollen: Weiter unten finden Sie eine Checkliste.

Ihre
Unterschrift Michaele Gartz

Michaele Gartz,
Chefredakteurin von "Betriebsleitung aktuell"
 


Gesetzliche Unfallversicherung: Auch Minijobber anmelden

Wer einen Minijobber beschäftigt, muss diesen zur gesetzlichen Unfallversicherung anmelden. Darauf weisen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hin. Immer wieder gibt es nämlich das Missverständnis, dass der Beitrag zur Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See auch die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung enthält. Das ist jedoch nur beim so genannten Haushaltsscheckverfahren der Fall, mit dem die Sozialversicherungsbeiträge für Haushaltshilfen in privaten Haushalten überwiesen werden, die bis zu 400 € im Monat verdienen. Alle anderen geringfügig Beschäftigten müssen der Berufsgenossenschaft oder der zuständigen Unfallkasse direkt gemeldet werden.

Weitere Fragen zu Beitrag und Anmeldung beantwortet die Infoline der Berufsgenossenschaft unter der Telefonnummer 01805/188088 (14 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz der Deutschen Telekom AG). Einzelheiten, Broschüren und Kontaktadressen der Minijob-Zentrale finden Sie unter www.minijob-zentrale.de.


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Diese Verbesserungen sind der Firma Renz mit Hilfe von SPS gelungen.
  • 52% Rüstzeitreduzierung
  • 42% Minimierung der Lagerbestände
  • 47% Verkürzung der Durchlaufzeit in der Fertigung
  • 35% Verkürzung der Durchlaufzeit bei der Pulverbeschichtung
  • 31% mehr Leistung bei der Pulverbeschichtung
Hier erfahen Sie mehr über die Erfolgs-Methode!


So machen Sie die ersten Schritte hin zu einem Synchronen Produktionssystem

  1. Schritt: Informieren Sie sich über das Synchrone Produktionssystem (SPS). Machen Sie eine Webrecherche. Lesen Sie Fachliteratur zu SPS.
  2. Schritt: Thematisieren Sie SPS bei einem der nächsten Management-Meetings.
  3. Schritt: Machen Sie eine erste Bestandsaufnahme Ihrer jetzigen Produktion. Wo sind die entscheidenden Schwachstellen?
  4. Schritt: Evaluieren Sie die Vorteile von SPS für Ihren Betrieb. Könnte eine synchrone Produktion Vorteile haben und umsetzbar sein?
  5. Schritt: Führen Sie mit Ihrem Team die „6 S“ ein. Dies ist einfach und erfordert in der Regel keine Genehmigung durch die Unternehmensleitung.
  6. Schritt: Beginnen Sie mit der Reduzierung von Verschwendung. Ein „Pareto-Tisch“ kann dazu der 1. Schritt sein.
  7. Schritt: Wählen Sie einen Modellprozess aus und erarbeiten Sie dafür ein Grobkonzept. Bitten Sie die Geschäftsleitung um Zustimmung zu seiner Realisierung.


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Qualitätsmanagement

Susanne Langer
Liebe Leserin, lieber Leser,

Normung ist Industriepolitik. Wer in der Normung von Anbeginn dabei ist, bestimmt die Richtung; dies gilt ganz besonders für den Weltmarkt! Denn es gilt: "Wer die Norm hat, hat den Markt"! Die 36. Konferenz Normenpraxis "Zugang zu globalen Märkten – Internationalisierung durch Normung“ findet am 24. und 25. September 2009 in Berlin statt. Das Konferenzprogramm wird durch eine Fachausstellung ergänzt.

Nach § 823 Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches BGB haben Sie als Hersteller Fabrikationspflichten: Sie müssen Ihre Produkte sowohl fehlerfrei konstruieren als auch produzieren, so dass sie für den Anwender sicher und ungefährlich sind. Ihre Aufgabe als Qualitätsmanagementbeauftragter ist es, Fabrikationsfehler zu vermeiden oder diese durch ordnungsgemäße Qualitätsprüfungen festzustellen. Lesen Sie was Sie in welchem Umfang prüfen müssen.

Eine erfolgreiche Woche wünscht Ihnen

Ihre

Unterschrift Susanne Langer

Susanne Langer
Diplom-Physikerin,
Chefredakteurin von "Der Qualitätsmanagementbeauftragte Produktion"
 


Das müssen Sie bei der Qualitätsprüfung beachten, um Ihre Fabrikationspflicht zu erfüllen!

Wenn Sie Ihre Qualitätsprüfungen ordnungsgemäß durchführen, vermeiden Sie eine Haftung nach  § 823 Abs. 1 BGB. Außerdem haben Sie die notwendigen Präventionsmaßnahmen getroffen.

Das müssen Sie prüfen:

1. Geräteprüfung:
Als Produzent müssen Sie Ihren Produktionsmitarbeitern alle notwendigen Geräte für eine fehlerfreie Produktion zur Verfügung stellen. Weisen Sie nach, dass diese Geräte in ausreichender Anzahl vorhanden sind und ordnungsgemäß gewartet werden.

2. Qualitätsprüfung Teil 1 während der Herstellungsprozesse:
Mit den Zwischenprüfungen stellen Sie fest, ob die Produktionsverläufe nach Vorgaben verlaufen. Als Qualitätsmanagementbeauftragter überwachen Sie die Produktionsabläufe und Zwischenergebnisse. Mit guter Organisation verhindern Sie weitestgehend Störungen in den abgestimmten Prozessketten. Halten Sie Ihre Ergebnisse in einem Zeitdiagramm fest.

3. Qualitätsprüfung Teil 2 nach Fertigung des Produktes:
Mit der Endprüfung (auch Fertigungsprüfung) stellen Sie sicher, dass fehlerhafte Produkte nicht in den Umlauf geraten, sondern herausgefiltert werden. In der Praxis entspricht das oft der Warenausgangskontrolle.

Der Hersteller haftet nur bei Verschulden
Im Gegensatz zur Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz greift auch dann, wenn Ihr Unternehmen den Fehler nicht zu verantworten hat. Im Gegensatz dazu setzt die Haftung nach § 823 Abs. 1 BGB voraus, dass Sie den Fehler zu vertreten haben (Verschuldenshaftung). Sie müssen sich also fragen: Trifft Sie eine Schuld?
Durch Art und Umfang Ihrer Qualitätsprüfungen können Sie nachweisen, dass Sie keine Schuld trifft.

Umfang der Qualitätsprüfungen
Der Umfang Ihrer Qualitätsprüfungen hängt im Wesentlichen davon ab, wie umfangreich Ihr Herstellungsprozess ist und welche Fabrikationsfehler im Herstellungsprozess auftreten können. Das muss im Einzelfall geklärt werden. Bedeutsam ist für den Prüfungsumfang u.a., ob auch jeder Fabrikationsfehler zwangsweise zu fehlerhaften Produkten führt. Das hängt im Wesentlichen von der Verwendung der Produkte ab.

Beispiel: Sie sind Hersteller von Umzugskartons. Ein Fabrikationsfehler, der die Qualität des Kartons beeinflusst, kann dazu führen, dass der Karton dem Umzug nicht Stand hält und die teuren Lederbandlexika mit Goldschnitt auf die nasse Straße fallen. Für den entstandenen Schaden haftet der Hersteller, wenn er seine Fabrikationspflicht nicht erfüllt hat. Liefern Sie als Hersteller die Kartons an eine Baumarktkette und bedrucken die Kartons fehlerhaft, dann ist daher keine Frage der Fabrikationspflicht.

Praxis-Tipp: Passen Sie die Prüfmethoden an das Risiko an

Die Art der Qualitätsprüfungen hängt von den Fehlern ab. Sichtbare Fehler, wie Risse im Porzellan können durch eine einfache Sichtkontrolle erkannt werden. Die Prüfung muss geeignet sein, um die Fehler festzustellen. Röntgenstrahlen- oder Ultraschallgeräte sind als Prüfmittel keine Seltenheit mehr. Achten Sie darauf, dass die Prüfpersonen oft wechseln, da Ermüdungserscheinungen zu Fehlern führen. Protokollieren Sie das.


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Ärger im Qualitäts-Audit? Bei welchen Punkten es die häufigsten Probleme gibt:

Was wäre, wenn der Auditor im Abschlussgespräch nur mit dem Kopf schüttelt und Ihnen wegen bestimmter Defizite und Verbesserungspotentiale die Zertifizierung versagen will?

Mit dem Spezial-Management-Ratgeber „Der Qualitätsmanagementbeauftragte Produktion“ beugen Sie Schwachstellen im Qualitätsmanagement vor … und sorgen mit sofort zu übernehmenden Checklisten, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Arbeitshilfen dafür, dass wirklich nur 100% fehlerfreie Produkte Ihre Werkshallen verlassen.

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36. Konferenz Normenpraxis "Zugang zu globalen Märkten“: Internationale Normen als Eintrittskarte für den weltweiten Handel

Normung ist also ein strategisch notwendiges Instrument der Unternehmensführung, um den Zugang zu globalen Märkten zu ermöglichen und zu erhalten und damit den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen zu sichern und auszubauen.

Normen und Standards sind auch wichtige Instrumente, um innovative Ideen in marktfähige Produkte umzusetzen. Insbesondere Normen und Standards, die zeitnah die neusten Entwicklungen in Wissenschaft und Technik aufnehmen, können zur Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in Inlands- und vor allem Auslandsmärkten beitragen.

Durch die Globalisierung ist das weltwirtschaftliche Beziehungsgeflecht größer und engmaschiger geworden. Anhaltender Erfolg in den Auslandsmärkten Chinas, Indiens, Brasiliens, Russlands und in Osteuropa ist langfristig nur mit Normung und Innovation zu erreichen. Ein noch so kleiner zeitlicher Vorsprung bei der Etablierung einer Norm oder eines Standards kann einen großen und nachhaltigen Markterfolg bedeuten. Normenanwender, insbesondere KMUs, sollten sich des Nutzens von Normung in diesem Zusammenhang immer bewusst sein.

Das Programm umfasst u. a. die folgenden Themen
  • Erschließung von Märkten durch Normung
  • Keynotes: Internationalisierung durch Normung
  • Zugang zum russischen Markt aus der Perspektive des Wirtschafts- und Technikrechts
    • Entwicklung und Stand des Russischen Wirtschaftssystems im Hinblick auf die Weltwirtschaft
    • Stand der Reform der technischen Regulierung vor dem Ende der ÜbergangsfristNeue technische Reglements
    • Tendenzen in der Standardisierung
  • Zugang zum südamerikanischen Mark
    • Behörden, Aktivitäten, internationale Beziehungen
    • Informationsquellen für Marktzugangsbedingungen
  • Normung und Produktzulassung in China
    • Kurzeinführung in die Normung
    • Bandbreite der Zertifizierungen: von Produkten bis zum Umweltschutz
    • Besondere Zertifizierung: CCC-Verfahren
  • Zugang zum indischen Markt
    • Wo steht Indien (Wirtschafts-/Normenentwicklung)?
    • Grundlagen und Umfang der indischen Normung
    • Nationale Situation bei Produkteinfuhr und Zertifizierungen
  • Recht und Konformität im globalen Handel

Das komplette Programm finden Sie unter: www.beuth.de/din-akademie
Online-Anmeldung: www.beuth.de/sc/knp2009

Information:
Beuth Verlag GmbH
DIN-Akademie
Burggrafenstraße 6
10787 Berlin
Telefon: 030 2601-2985
Telefax: 030 2601-42985
E-Mail: martina.kielmann@beuth.de
 


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