DIV Ingenieur-Newsletter: Ihr persönlicher Themenmix vom 2.1.2008
Einfach hier klicken und Sie können Themenbereiche hinzufügen oder wieder abbestellen.
Dies sind Ihre Themen:
Elektroindustrie erwartet 2008 weiteres Wachstum
Der letzte Arbeitstag: Das sollten Sie auf keinen Fall vergessen (Teil 2)
Motivation, die funktioniert: So halten Sie Ihre Top-Leistungsträger im Unternehmen
Checkliste: So behalten Sie Ihre Top-Leistungsträger
So führen Sie Preisverhandlungen souverän
Klimakonferenz Bali: Modellprojekt aus NRW zum Emissionshandel für Mittelständler wird vorgestellt
![]() |
Liebe Leserin, lieber Leser,Allen unseren Leserinnen und Lesern wünschen wir einen guten Start in das Jahr 2008.
Redakteurin der
"Kompakt-Infos für technische Führungskräfte"
„Der Umsatz der innovativsten Industriebranche Deutschlands hat 4 Jahre Wachstum in Folge hinter sich und blickt mit 2008 dem voraussichtlich 5. Wachstumsjahr entgegen“, berichtete ZVEI-Hauptgeschäftsführer Gotthard Graß. Er ergänzt: „Auch der Beschäftigungsaufbau geht weiter, für 2008 rechnen wir mit einem Wachstum auf über 830.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“
2007 wird der Umsatz allerdings den vorausgesagten Zuwachs von 6 % nicht erreichen. Grund dafür sind Umstrukturierungen in der deutschen Kommunikationstechnik-Industrie. Der Umsatz wird zum Jahresende bei 184 Mrd. € liegen. „Auf vergleichbarer Basis, also ohne Einmaleffekte in der Kommunikationstechnik, entspricht das einem Plus von rund 6 %“, so Graß. „Damit ist das Branchenwachstum doppelt so hoch wie das des Bruttoinlandsprodukts.“
Die vollständige Studie finden Sie unter www.zvei.de (Pressemeldung vom 11.12.2007).
- Hinterlassen Sie bei Ihren Kollegen und für Ihren Nachfolger eine Telefonnummer, unter der Sie in den nachfolgenden Wochen zu erreichen sind. Machen Sie allerdings auch deutlich, dass sich der telefonische Kontakt auf Notfälle beschränken sollte. Anrufe nach dem Motto „Ich finde gerade den Ordner nicht“ sollten unterbleiben.
- Verabschieden Sie sich von allen wichtigen Personen persönlich, auch wenn diese nicht unmittelbar etwas mit Ihrem Arbeitsbereich oder Ihrer Abteilung zu tun haben. Machen Sie das auch, wenn Ihre Beziehung zu einem Kollegen oder Vorgesetzten nicht gerade gut war. Ausnahmen sollten Sie nur dann machen, wenn das Verhältnis (bspw. wegen Mobbings) vollständig zerrüttet ist.
- Informieren Sie sich, ob ein Ausstand in Ihrem Unternehmen üblich ist. Falls ja, sollten Sie zu einem Umtrunk einladen. Dehnen Sie diesen aber zeitlich nicht zu weit aus. Schließlich müssen Ihre Kollegen und Mitarbeiter noch arbeiten.
- Auch wenn einiges in Ihrem jetzigen Job nicht so gelaufen ist, wie Sie es sich vorgestellt haben und Sie aus diesem Grunde gehen: Halten Sie sich mit negativen Kommentaren zurück. Betonen Sie stattdessen das Positive an Ihrem jetzigen Arbeitgeber.
| Anzeige | |
|
![]() |
Liebe Leserin, lieber Leser,Diese Entwicklung ist leicht vorherzusehen:
Der Megatrend Klimaschutz erreicht die deutschen Betriebe mit Macht. Und gehen Sie davon aus, dass das nicht nur 2008 so sein wird. Sogar die schlimmsten Umweltsünder sehen ein, dass ein „Weiter so“ viel teurer wird, als jetzt in saubere Produktion zu investieren.
Das 2. große Thema wird 2008 für Sie die Personalsituation sein.
Mein Tipp: Pflegen Sie Ihre besten Pferde im Stall. Motivation ist mit Abstand der effizienteste Produktivfaktor. Das wird ein spannendes Jahr und ich verspreche Ihnen spannende Lösungen.
Bieten Sie echte Herausforderungen
Top-Leistungsträger brauchen interessante Aufgaben und Herausforderungen. Sie wollen immer wieder etwas Neues in ihrem Beruf lernen. Sie möchten an wichtigen Projekten mitarbeiten, die von großer Bedeutung für das Unternehmen sind. Sie identifizieren sich mit ihrer Arbeit und erfüllen daher hohe Qualitätsansprüche.
Schaffen Sie ein motivierendes Teamklima
Top-Leistungsträger haben einen positiven Einfluss auf die Ergebnisse der Kollegen. Im Kreis ebenso erfolgreicher und engagierter Kollegen fühlen sie sich wohl. Sie haben jedoch keine Lust, „Faulpelze“ oder Leistungsverweigerer mit durchzuziehen.
Berücksichtigen Sie private Bedürfnisse
Top-Mitarbeiter arbeiten gerne und viel, aber ihnen ist auch ihr Privatleben mit Familie, Engagement in der Gemeinde, Hobbys, körperlicher und geistiger Erholung und individueller Weiterentwicklung der fachlichen Qualifikation wichtig. Denken Sie daran: Bei den Zugpferden in Ihrem Team brauchen Sie keine Kontrolle über deren Arbeitszeit.
Fortbildung und Extras sind attraktiv
Die meisten Mitarbeiter wechseln nicht des Geldes wegen. Dennoch: Lob und Anerkennung allein reichen nicht aus. Top-Leistungsträger erwarten zu Recht für überdurchschnittliche Leistungen auch eine überdurchschnittliche Vergütung. Sind Ihnen durch ein starres Tarifgefüge die Hände gebunden, bieten Sie Zusatzleistungen wie Dienstwagen, Handy oder die Übernahme von Seminarkosten an. Ist Ihr Budget begrenzt, binden Sie Ihre Leistungsträger in bereichsübergreifende Projekte oder strategische Workshops ein, um ihren Horizont zu erweitern und damit ihren Marktwert auszubauen. Fehlt einer dieser Motivatoren, ist Gefahr im Verzug und der Wechsel möglicherweise bereits ins Auge gefasst.
Überprüfen Sie anhand der folgenden Checkliste, was Sie sofort für die Bindung Ihrer Top-Kräfte tun können:
| Stellen Sie fest, wer zu den Top-Leistungsträgern zählt. | x |
| Sind alle Motivatoren Ihrer Meinung nach erfüllt? | x |
| Sorgen Sie für eine angemessene Honorierung – gegebenenfalls auch mit Hilfe von Anreizen oder der Übertragung wichtiger Projekte. | x |
| Sprechen Sie offen über die Motivationserwartungen. | x |
| Bemühen Sie sich in erster Linie um Ihre Top-Kräfte, nicht um die Demotivierten. | x |
| Fördern Sie die berufliche Entwicklung durch Weiterbildungsmaßnahmen. | x |
| Vereinbaren Sie herausfordernde Ziele und lassen Sie die Mitarbeiter dann selbstständig arbeiten. | x |
| Anzeige | |
|
![]() |
Liebe Leserin, lieber Leser,In den letzten Tagen und Wochen wurde viel von der Klimakonferenz auf Bali berichtet. Jedoch waren die Nachrichten eher politischer Natur. Kaum öffentlich wahrnehmbar war dagegen, welches technische Know-how Deutschland im Klimaschutze mit einbringen konnte.
Souveräne Preisgespräche wünscht Ihnen
Diplom-Physikerin,
Chefredakteurin von Technischer Vertrieb
Tipp 1: Seien Sie souverän auch bei der Preisverhandlung
Lassen Sie nicht zu, dass die andere Seite mit dem Preis in die Defensive drängt. Sie wissen, dass der Preis völlig gedeckt ist durch den Kundennutzen. Sie können also positiv zu Ihrem Preis stehen. So behalten Sie die Initiative und führen auch in dieser Phase das Gespräch. Sollte der Kunde sich vorgenommen haben, den Preis zu drücken, merkt er sofort, dass er schon sehr gute Argumente für die weiteren Verhandlungen haben muss.
Tipp 2: Machen Sie die faire Kalkulation der Preise deutlich
Wenn Ihr Kunde nachvollziehen kann, aus welchen Faktoren sich der Preis eines Produkts zusammensetzt, wird er ihn eher akzeptieren. Bringen Sie daher Daten und Fakten ins Spiel, die den Preis relativieren:
- Kosten für die Rohstoffe
- Beschaffungskosten für Dienstleistungen
- Herstellungskosten, z. B. teure Maschinen
- Entwicklungskosten mit umfangreichen Praxistests
- Kosten für Transport und Logistik
Tipp 3: Argumentieren Sie mit Kennzahlen
Erstellen Sie für Ihren Kunden eine Deckungsbeitragsrechnung: Skizzieren Sie die Umsatzerlöse, die er mit Ihrem Produkt erzielen kann. Rechnen Sie den Preis für Ihre Leistung auf ein einzelnes Produkt um. Ziehen Sie diese variablen Kosten vom Erlös ab. Mit Hilfe solcher Kennzahlen können Sie konkret vorrechnen, was der Kunde mit Ihrem Produkt verdienen kann.
Tipp 4: Präsentieren Sie geldwerte Vorteile
Stellen bereits im Vorfeld Zahlen und Fakten zusammen, die dem Kunden zeigen, welchen Gegenwert er über das Produkt hinaus bekommt. Denken Sie beispielsweise an die Folgekosten: Der Preis einer Maschine kann sich dadurch relativieren, dass kaum Wartungskosten entstehen oder der Energieverbrauch extrem gering ist.
Tipp 5: Betrachten Sie Fragen nach Preisnachlässen als Kaufentscheidung
Gerade wenn der Kunde sehr konkrete Produktvorstellungen hat und dem Angebot in allen Details zustimmt, deutet dies darauf hin, dass er kaufbereit ist. Kunden fragen häufig genau in diesen Momenten nach Preisnachlässen, wenn sie sich bereits für Ihr Produkt entschieden haben. Genießen Sie also diesen Moment des Erfolgs und beantworten Sie dann ruhig alle Fragen zum Preis, so wie Sie es im Vorfeld geplant haben.
Tipp 6: Legen Sie vorher den Preis fest
Der Kunde setzt sich vor der Verhandlung ein Preislimit und wird dieses während des Gesprächs vor Augen haben. Legen Sie als Vertriebsingenieur daher auch im Vorfeld fest, wie weit Sie maximal gehen können. Machen Sie sich zum obersten Ziel, an diesem Preis festzuhalten.
Tipp 7: Verhandeln Sie Gegenleistungen für Nachlässe
Für den Fall, dass Ihr Preis tatsächlich außerhalb der Kalkulation des Kunden liegt, versuchen Sie ein kleineres Paket zu schnüren. Überlegen Sie, wie Sie Ihren Aufwand reduzieren und trotzdem das Problem des Kunden lösen. Oder Sie verhandeln einen vorgezogenen Zahlungstermin bzw. eine größere Abnahmemenge.
Machen Sie dem Kunden bewusst, welche Leistungen im Kaufpreis enthalten sind. Vermitteln Sie ihm auch den Nutzen von Entwicklungskosten oder von Marktstrategien. Transparente Preise werden viel eher akzeptiert.
Im Auftrag des NRW-Wirtschaftsministeriums führt Die EnergieAgentur NRW JIM.NRW durch.
Das Konzept ist bekannt, schließlich findet der Emissionshandel auf internationaler Ebene bereits statt als Konsequenz aus dem Kyoto-Protokoll. Es besteht danach die Möglichkeit, Emissionsminderungen zu vermarkten und bietet in Folge einen verstärkten Anreiz zu Investitionen in Klimaschutztechnologien.
JIM verschafft nun auch dem Mittelstand Zugang zum Emissionshandel, in dem es Energieeffizienzprojekte mehrerer Unternehmen in einem Pool bündelt, die bislang nicht am Emissionshandel teilnehmen.
Bisher sind nur Unternehmen zur Teilnahme am Emissionshandel verpflichtet, die Gas- oder Ölkessel mit einer thermischen Leistung von mehr als 20 Megawatt (MW) betreiben. Tatsächlich ist es aber auch so, dass der Aufwand der mit einer Teilnahme am Emissionshandel verbunden ist, gerade für kleine Unternehmen sehr hoch ist.
Mit der Bündelung der Projekte unter dem Dach der EnergieAgentur.NRW werden diese Unternehmen nun aber in die Lage versetzt, sich betriebswirtschaftliche Vorteile des Emissionshandels zu erschließen. Bislang ungenutzte Effizienzpotentiale können frühzeitig aktiviert und in den CO2-Markt integriert werden.
Das Prinzip: Sie können eingesparte Emissionen in Zertifikate tauschen und dadurch Gutschriften erhalten. Damit steigt auch für den Mittelstand der Anreiz zu Investitionen in umweltfreundliche Technologien.
Beispiel: Wird eine 20 Jahre alte Heizung modernisiert, lässt sich der Energieverbrauch um ca. 10-15% senken. Unternehmen aus NRW, die ihren Dampfkessel oder die Energiezentrale erneuern wollen, können so ihr Klimaschutz-Engagement im Rahmen von JIM.NRW verlustfrei vorziehen.
Weitere Informationen erhalten Sie hier: www.energieagentur.nrw.de (Themenportal Emissionshandel)
Fragen können Sie auch direkt richten an:
Joachim Frielingsdorf, Telefon 0202/24552-19,
mailto: frielingsdorf@energieagentur.nrw.de.
| Anzeige | |
|
| Info |
|





